Eine Woche tauchen in Iboih Beach, Pulau Weh – Sabang Island, Aceh

9.- 15.03.2016

Auf meiner Reise durch Indonesien darf Pulau Weh, bekannt für seine schönen Tauchspots, nicht fehlen. Ich verbrachte hier vor allem Zeit unter Wasser.
Weh, indonesisch Pulau Weh oder Pulo Weh sowie bei Einheimischen Sabang, ist eine Vulkaninsel in der Andamanensee im Indischen Ozean.  Die 156,3 km² große und bis zu 617 m hohe Insel liegt nordwestlich von Sumatra in der indonesischen Provinz Aceh. Die Insel wurde beim Erdbeben im Indischen Ozean 2004 stark in Mitleidenschaft gezogen. Nach der Katastrophe waren viele internationale Organisationen, u. a. das Deutsche Rote Kreuz während der folgenden drei Jahre mit dem Wiederaufbau beschäftigt. Das Deutsche Rote Kreuz hat auf der Insel mehrere Schulen, Gesundheitseinrichtungen und Wohnhäuser in drei Dörfern errichtet.

Die Insel gehört mit zu den schönsten Tauchspots in Indonesien. Zudem ist das Tauchen hier vergleichsweise günstig, ein Fundive kostet weniger als 20 € (Equipment inklusive).
Ich hatte im Vorfeld über die Tauchschulen auf Pulau Weh recherchiert und bin auf Rubiah Tirta Divers gestoßen. Der Diveshop war damals der erste auf Pulau Weh und wird von Einheimischen geführt. In Singapur habe ich Sergei und Nico getroffen, die seit 7 Jahren als Tauchlehrer auf Pulau Weh arbeiten und nun seit einem Jahr ihre eigene Tauschule Monster Divers haben. Somit hatte ich bereits zwei Anlaufstellen.

An meinem ersten Tag ging ich direkt zu Rubiah, da diese in Iboih Beach und unweit von meiner Bungalow Anlage sind. Im Diveshop angekommen traf ich Atim, er ist ein Freund von einem Freund aus Bukit Lawang und somit hatte ich schon mal einen Kontakt auf der Insel. Er war mir direkt sympathisch. Nach der Anmeldung machten wir erst einmal einen Refresh-Dive, das heißt eine kurze Wiederholung der wichtigsten Skills unter Wasser, wie die Maske leeren, Simulation eines Notfalls unter Wasser und Beatmung über den Notfallregulator vom Divebuddy.

Ich war seit Oktober 2015 nicht mehr tauchen und daher war es mir ganz lieb den Refresh-Dive zu machen. Ich tauche auch noch nicht so lange: 2014 kam ich das erste Mal nach Bali und nach Gili Meno und habe auf Gili Meno meinen Discover Scuba Dive gemact. Eigentlich hatte ich Angst und war absolut unsicher ob ich es überhaupt ausprobieren soll. Aber nach dem ich einen Tag mit Schnorcheln verbracht hatte war ich so fasziniert dass ich die Angst einfach weit von mir geschoben habe. Und was soll ich sagen: Es war einer der schönsten Momente – ohne Übertreibung – meines Lebens den ich nie vergessen werde. 2015 kam ich wieder nach Gili Meno und machte hier mit meinem Tauchlehrer Sulman den PADI Open-Water und war quasi angefixt so dass ich den Advanced-Open-Water direkt auch gemacht habe. Und da mir das Tauchen so viel Spaß macht habe ich in Düsseldorf bei Underwater No 1  mit meiner Freundin und ehemaligen Kollegin Nadine den Rescue-Diver gemacht um dann hier in Indonesien den Divemaster zu machen. Aber bevor ich mit der Ausbildung beginnen kann heißt es erst mal Tauchgänge sammeln: mindestens 40 geloggte Tauchgänge muss ich vorweisen. Und um zu Tauchen ist Indonesien wirklich perfekt.

Nachmittags ging es dann endlich auf zum Tauchen.
Pulau Weh bietet eine absolut schöne Unterwasserwelt: Es gibt eine enorme Vielfalt an Korallen in den unterschiedlichsten Farben, unzählige Arten von Fischen und andere Unterwasserlebewesen. Ich war einfach glücklich wieder in die bunte Unterwasserwelt eintauchen zu können. Somit tauchte ich jeden Tag zwei Mal. Meine Tage konnte man kurz mit „Eat – Dive – Sleep – Repeat“ beschreiben.
Ein Highlight war mein Nachttauchgang mit Ralf und Birgit, ein Ehepaar aus Deutschland die gerade als Tauchlehrer bei Rubiah arbeiteten.
Hier starteten wir vom Ufer aus was nicht ganz einfach war da sich dort Nachts unzählige Seeigel breit machen. Nachttauchgänge finde ich immer besonders faszinierend da man dann die Möglichkeit hat, die Unterwasserwelt in einem vollkommen anderem Licht zu sehen.
Mit Taschenlampen ausgestattet erkundeten wr Felsen und ein Schiffswrack (von außen): Wir trafen auf Papageifischen, Babymuränen, schlafende Blue-Spotted-Stingrays und einen 60 cm großen Hummer ! Wirklich schön. Für einen Moment schalteten wir die Taschenlampen aus und wirbelten das Plankton unter Wasser auf das wunderschön fluoresziert. Ich bin immer wieder fasziniert von Nachttauchgängen und werde auch bei den kommenden Tauchspots versuchen wieder ein oder zweimal nachts tauchen zu gehen.

Vom Tauchen gelernt: Lass Dir nicht die Luft ausgehen

Ich bin seit Oktober letzten Jahres Rescue-Diver – aber das heißt noch lange nicht dass ich total viel Erfahrung habe. Am Ende meiner Woche in Iboih hatte ich 19 geloggte Tauchgänge.
Bei einem Tauchgang gingen wir auf 38 m . Die Strömungen können in Pulau Weh sehr stark sein und ich verbrauchte mehr Luft. Nun und irgendwann checkte ich dann meinen Flaschendruck. Etwas erschrocken stellte ich fest, dass mein Finimeter nur noch 40 Bar anzeigte. Nicht so gut. Man sollte immer 50 Bar haben um in Ruhe den Aufstieg und den Sicherheitsstopp zu machen. Also signalisierte ich Atim dass ich nur noch 40 Bar in meinem Tank hatte. Da wir relativ tief waren, mussten wir eben entsprechend Zeit für den Aufstieg und den Sicherheitsstopp einplanen. Und in der Zeit ging mir im wahrsten Sinne die Luft aus. Also nahm ich den zweiten Regulator von Atim und atmetet aus seinem Tank. Also alles gut. Allerdings sollte so etwas natürlich nicht passieren. Aber aus solchen Erfahrungen zieht man immer eine Lektion und seitdem checke ich regelmäßig meinen Flaschendruck um einen solchen Fall zu vermeiden.

Folgende Tauchspots habe ich in der Zeit auf Pulau Weh erkundet:
– Arus Badee
– Beatee Tokong
– Peunateung
– East Selako
– Canyon
– Seagarden Rubiah
– Iboih Beach

…und konnte hier unzählige Weißspitzen-Riffhaie, Schwarzspitzen-Riffhaie, Silberspitzen-Riffhaie, Blaupunktrochen, Einhornfische, Meeresschildkröten, Seesterne, Marmorrochen, unterschiedlichste bunte Fische wie etwa Papageienfische sowieTintenfische, Krebse, Nudibranches und etliches mehr entdecken.

Iboih Beach ist aber nicht nur zum Tauchen optimal sondern auch zum Schnorcheln. Man muss gar nicht soweit raus ins Meer und erst Recht nicht so tief gehen um die tolle Unterwasserwelt zu Gesicht zu bekommen.
Man sollte darauf achten, dass Pulau Weh zur Region Aceh gehört und hier ein konservativer Islam gelebt wird und das Schariah-Gesetz gilt. In Iboih-Beach ist es kein Problem westliche Badebekleidung wie Bikini, Badeanzug und Shorts zu tragen. Aber es gibt auch Strände an denen darauf hingewiesen wird, dass Frauen keine Bikinis und Badeanzüge tragen dürfen sondern Shorts und T-Shirts anziehen sollen. Ich finde das auch vollkommen ok. Und generell sollte man als Frau darauf achten, Schultern und Knie zu bedecken. Ich bin der Meinung, wenn man in ein Land mit einer anderen Kultur reist, hat man sich anzupassen. Das hat nichts damit zu tun, dass ich die Gesetze für gut befinde aber ich bin hier eben zu Gast und passe mich an und akzeptiere die einheimische Kultur.

Die restliche Zeit in Iboih habe ich oft mit Locals und anderen Reisenden verbracht. Oft bei abendlichen Gitarrenspiel und Gesang oder einfach nur in einer Runde zum Quatschen. Auch hier wurde ich so lieb und freundlich aufgenommen und habe tolle Leute kennengelernt. Meine Reisebuddies Maya und Sergio, die ich zwei Wochen zuvor am Toba-See kennengelernt hatte blieben ebenfalls eine Woche und wir verbrachten die Abende mit gemeinsamen Abendessen und Gesprächen.
Eines Abends waren wir auf der Suche nach Bier. Aber wir mussten feststellen, dass es auf der ganzen Insel keinen Alkohol gab – und wenn, dann nur auf dem Schwarzmarkt in Sabang wie wir erfuhren. Das hat nichts damit zu tun, dass die Insel konservativ muslimisch ist sondern es gab in der Vergangenheit Probleme mit einheimischen Männern die im betrunkenen Zustand Touristinnen belästigt hatten. Somit entschied die Inselregierung, Bier und anderen Alkohol zu verbannen.

An einem Abend fuhr ich mit Atim zu den Jungs von Monster Divers da Sergio Geburtstag feierte. Die Freude über das Wiedersehen war groß. Ich wäre auch bei Monster Divers tauchen gegangen aber da das Divecenter außerhalb von Iboih liegt war es eben nicht so einfach dort vorbeizuschauen – und um ehrlich zu sein bekommt man Rubiah einen Discount je mehr Tauchgänge man dort absolviert desto günstiger wird es.

Natürlich konnte ich es mir auf Pulau Weh nicht entgehen lassen, die Sonnenuntergänge am Meer anzuschauen. Atim nahm mich mit zu 3 verschiedenen Spots: Secret Beach, zum Swallow Cave und zum Kilometer Nol, der Nullpunkt. Es gibt für mich fast nichts schöneres als einen Tag mit einem Sonnenuntergang am Meer ausklingen zu lassen.
Atim nahm mich an meinem letzten Tag, an dem ich nicht Tauchen  ging, mit auf eine Insel-Tour mit dem Motorrad.
Warum ich nicht tauchen gegangen bin ? Nun  ich hatte zwei Tage darauf meinen Flug nach Java. Bewusst machen sollte man sich, dass in einem Flugzeug ein Druck herrscht, wie in etwa 2.500 Metern Höhe. Liegt der letzte Tauchgang erst kurz zurück und wird dann eine Flugreise angetreten, besteht die Gefahr, dass es zu einem Dekompressionsunfall kommen kann. Auslöser kann der rapide Druckabfall im Flugzeug sein. Dies ist zu vergleichen mit einem zu schnellen Aufstieg im Wasser, bei dem ebenfalls ein schneller Wechsel von einem höheren zu einem niedrigeren Umgebungsdruck vorliegt. In einer Flugzeugkabine herrschen während eines Flugs lediglich 0,75 Bar.  Weiterhin liegt hier ein geringerer Sauerstoffgehalt vor. Dies beeinflusst die Sauerstoffsättigung im Organismus negativ, was eine nachträgliche Dekompressionskrankheit fördert. Aber nicht nur weniger Sauerstoff wird dem Körper während eines Fluges zugeführt, ihm wird auch Feuchtigkeit entzogen. Dies liegt an der erheblich trockeneren Luft im Flugzeug, die für eine geringe Luftfeuchtigkeit sorgt. Diese Faktoren zusammengenommen stellen bereits eine große Belastung für den Körper dar. Wurde zudem erst kürzlich ein Tauchgang absolviert, wird die Gefahr einer Dekompressionskrankheit im Nachhinein noch verstärkt . Empfohlen wird daher die sogenannte Flugverbotszeit, nach der man mindestens 24 Stunden nach einem Tauchgang vergehen lassen sollte, bevor ein Flugzeug bestiegen wird [http://www.taucher.de/fliegen-und-tauchen-was-ist-zu-beachten].

Ich habe mich sehr gefreut, dass sich Atim die Zeit für mich genommen hat, mir die Insel zu zeigen. Somit sah ich dann ein wenig mehr als die Unterwasserwelt und Iboih Beach .
Als erstes kamen wir an einem Wasserfall vorbei. Hier stoppten wir und gingen schwimmen. Und sammelten bevor wir gingen einiges an Müll auf. Dann kamen wir an einem Vulkan vorbei, der auch noch aktiv ist und penetrant reichenden Schwefelgeruch freisetzt. Dann stippten wir an einem einsamen Strand wo kein einziger Tourist zu sehen war. Ganz ruhig und entspannend. Es gibt auf Pulau Weh übrigens auch zahlreiche Makaken. Ihnen ist mit Vorsicht zu begegnen, sie können ganz schön aggressiv sein. Zwei versuchten mich während der Motorrad-Tour anzuspringen. Und ein Affenbiss bedeutet den direkten Weg ins Krankenhaus da sie Tollwut und anderes Krankheiten übertragen können.

Iboih Beach und Pulau Weh haben mir sehr gut gefallen. Vor allem auch deswegen, weil ich hier liebe Menschen kennengelernt habe und mich im Diveshop Rubiah Tirta Divers absolut wohl gefühlt habe. Nun bin ich am Überlegen, im Juni und Juli wieder zurückzukommen um den Divemaster hier zu machen. Ich habe zwei Jungs, Jaquomo und Moritz hier kennengelernt, die den Divemaster bereits gemacht bzw. gerade dabei waren ihn zu absolvieren und die mir Rubiah Tirta wärmstens empfohlen haben.

Dann hieß es Abschied nehmen der mir schwer fiel. Ich schließe auf meiner Reise die Menschen hier einfach so schnell in mein Herz.
Mit dem Bus fuhr ich zur Fähre und nahm wieder die langsame Fähre zurück nach Banda Aceh. Dort übernachtete ich eine Nacht in einem Guesthouse und am nächsten Morgen ging es für mich weiter nach Jakarta um am 18.3. pünktlich zur Hochzeit meiner Freundin Niha in Temanggung, Zemtraljava anzukommen.

Infos zu Pulau Weh / Iboih Beach

Hinkommen:
Es gibt Flüge nach Banda Aceh bei verschiedenen Airlines und es gibt auch Flüge nach Sabang (limitiert), beispielsweise von Jakarta oder Medan:
Ich habe den Nachtbus von Binjai (in der Nähe von Medan) genommen, würde dies aber auf keinen Fall wieder machen aufgrund von großen Sicherheitsbedenken: Die Nachtbusse werden mit Steinen attackiert – wie auch meiner – und wer Indonesien bereits mit dem Bus bereist hat weiß, dass der Verkehr einfach verrückt ist.

Unterkünfte:
Iboih Beach bietet zahlreiche Unterkünfte. In der Regel sind es Bungalows die entweder direkt am Meer sind oder zurückgelegen im Inland- Je nach Lage variiert der Preis. Ich habe beim Ohlala-Cafe & Bungalows für eine Nacht 80.000 Rp bezahlt, mein Bungalow lag nicht direkt am Meer sondern etwas weiter im Inland. Die Bungalows sind mit Ventilator ausgestattet und verfügen über ein eigenes Bad- In der Nebensaison (der Zeitpunkt als ich dort war) kann man die Preise verhandeln (das haben auch wir getan).

Diveshops:
Rubiah Tirta Divers
Iboih Beach – Pulau Weh
Tel: +62 652 3324555
Email: info@rubiahdivers.com
http://rubiahdivers.com

Monster Divers
Gapang beach – Pulau Weh
EN/ES +62 812 69 60 68 57
ID/EN +62 812 65 76 87 55
http://www.monsterdivers.com

Ein vergrauter Adolf Hitler, eingeschlagene Scheiben, Karaoke im Bus und Ziegen auf der Fähre: Von Bukit Lawang nach Pulau Weh

08. / 09.03.2016

Am Dienstag entschied ich, dass es nun mal Zeit war, Bukit Lawang zu verlassen. Ich weiß, dass ich wieder komme, daher war der Abschied auch nicht soo schwer wie beim ersten Mal. Am Nachmittag nahm ich also den Public Bus von Bukit Lawang nach Binjai um von dort aus weiter  den Nachtbaus nach Banda Aceh zu fahren. Bobi brachte mich zur Bushaltestelle und sagte auch dem Fahrer ganz genau wo ich hinwollte, das stimmte mich zuversichtlich, dass ich auch dort ankommen würde wo ich hinwollte.

Gegen 16h ging es los, über sämtliche Dörfer nach Binjai und der Bus hielt auch gefühlt alle 200 m. Die Indonesier sind übrigens Profis in logistischer Effizienz: Wenn ein Bus für 12 Leute bestimmt ist, fahren sicherlich noch 5 Personen mehr mit und wenn es noch Platz gibt steigen die anderen aufs Dach. Ja und wenn dann noch Kapazitäten frei sind werden noch 3 Hühnerkäfige samt Inhalt dazugestellt. Bei mir war es zum Glück nur voll, die Hühner blieben mir erspart.
Bei einer Baustelle kurz vor Binjai musste der Bus einen Umweg über grüne Reispaddies und kleine Dörfer machen – ich ertappte mich bei dem Gedanken Angst zu bekommen, nicht dort anzukommen wo ich hinwollte. Aber nach 15 min kehrte der Bus wieder auf die asphaltierte Straße zurück und ich war erleichtert. Als wir in Binjai  ankamen fragte ich – auf Indonesisch – wo ich denn aussteigen müsste da ich ja mit dem Nachtbus nach Binjai wollte. Juhu, der Fahrer verstand mich sogar und nach kurzer Weiterfahrt hielt er direkt vor einem der Büros, in denen man Tickets kaufen konnte.
Ich kaufte mein Ticket für den Preis, den ich von Freunden auch mitgeteilt bekommen, hatte, es wurde nicht versucht mich irgendwie über den Tisch zu ziehen, was hier häufig vorkommt.
In einem Warung nebenan ging ich etwas essen. Das klappte auch mit meinen Indonesisch echt gut, es sprach zwar niemand englisch aber im Notfall geht es immer mit Händen und vor allem einem großen Lächeln.
Nach dem Essen beschloss ich, im Ticket-Büro der Reiseagentur zu warten. Mein Blick schweifte gedankenverloren über die Wände, der ehemalige Präsident hing dort, schon etwas vergilbt, Familienfotos und What the Fuck ?!! Auf einem großen DNA 3 Poster blickte doch tatsächlich Adolf Hitler auf mich herab. Crazy. Ich glaube die Indonesier wissen nicht, dass er der größte Geisteskranke der europäischen Geschichte war. Ich habe dann auch mal gegooglet, ganz interessant:
Die Indonesier wissen meist gar nichts über den Holocaust und auch nicht über Adolf Hitler. Das Problem ist, dass Indonesien zwischen 1967 und 1998 vom autoritären Suharto-Regime beherrscht wurde. Der Lehrplan der Schulen wurde natürlich ebenfalls vom Regime bestimmt. Die Schüler lernten nichts außer Geschichten über die Größe und den Ruhm Indonesiens. Das Bildungsministerium untersagte den Lehrern, die Schüler über internationalen Völkermord, politische Gewalt oder Rassenkonflikte zu unterrichten. Die meisten Schüler machten ihren Abschluss, ohne jemals etwas vom Holocaust gehört zu haben. Am einfachsten lässt sich das Verhalten der Indonesier damit erklären, was im Land selbst während des Zweiten Weltkriegs geschah. Nachdem die japanische Besatzung (die von 1942 bis 1945 andauerte) beendet war, marschierten die Holländer ein und übernahmen die Kontrolle. All das endete, als die Republik Indonesien im Jahre 1949 unabhängig wurde. Absolut jede Geschichtsstunde, in der diese Periode behandelt wurde, widmete sich voll und ganz der Unabhängigkeit von Indonesien. Niemand kümmerte sich um die Judenverfolgung.
Hier ist ein kurzer Artikel darüber:
http://www.vice.com/de/read/hitler-und-nazi-merchandise-in-indonesien

Binjai, Nord-Sumatra

Adolf Hitler in Binjai

Um 20h wurde ich von der Mitarbeiterin des Reisebüros zum Bus gerufen. Der war komplett ausgebucht und ich war soweit ich sehen konnte die einzige Weiße. Zu meiner Verblüffung war der Bus nicht nur klimatisiert sondern auch mit Karaoke-Musik ausgestattet, die dröhnend durch den Bus schallte. Ich betete innerlich, dass das doch bitte bald aufhören würde.
Ich nahm meinen Platz ein und fand dort eine Decke und ein Kissen vor Das war ganz gut denn irgendwie hatte ich blöderweise mein Sweatshirt in meinem Backpack verstaut und war auch so nicht wirklich für einen Trip im Nachtbus vorbereitet.
Ein Mann, der vor mir saß, drehte sich um und fragte mich, wohin ich denn wollte und was ich so vorhatte, auf Englisch.
So gegen 22h döste ich ein und war gerade dabei einzuschlafen, da tat es hinter mir eine  heftigen Schlag: Ich drehte mich erschrocken um und stellte fest, dass die Scheibe eingeschlagen war und nun zu bersten drohte. Das Geräusch von schleichend brechendem Glases war deutlich zu hören. Was soll das denn bitte ? Mein Vordermann drehte sich um und erklärte mir, dass dies normal sei und oft vorkommt. Tatsächlich passierten wir 20 min später einen weiteren Bus und er hatte ebenfalls eine eingeschlagene Scheibe, genau an der gleichen Stelle. Am Weg warten wohl Idioten, die Riesensteine auf die Busse warfen. Warum konnte mir niemand erklären, ich vermute es liegt an Konflikten zwischen der Region Aceh und der Region um Medan.
Die Fotos stammen nicht von mir da ich nicht geistesgegenwärtig genug war aber es sah ganz genauso aus:


Einer der Fahrer kam nach hinten und klebte das Fenster mit Tape – der Bus fuhr weiter als wäre nichts gewesen. Nun verstand ich auch, warum die Frontscheibe des Busses mit einem Gitter aus Metall und Stäben geschützt wurde. Etwa eine Stunde später hielten wir, und mehrere Mitarbeiter stabilisierten die zerbrochene Scheibe mit Holzstäben und Tape.
Nun ich versuchte zu schlafen – was eine schiere Unmöglichkeit war. um Mitternacht wurde die Musik wieder aufgedreht und der Bus hielt in jedem Pups-Dorf um Leute ein- und aussteigen zu lassen. Ich gab es einfach auf. Als es sich etwas lichtete wechselte ich den Platz und hatte nun zum Glück zwei Plätze für mich alleine.
Oh an dem Morgen konnte man in Indonesien auch die Eklipse beobachten. Ich konnte das Schauspiel ein wenig aus dem Bus verfolgen, sehr beeindruckend.

Gegen 8h erhielt ich dann eine SMS von Firman einem Freund von Bobi, der in Banda Aceh Bejak-Fahrer ist und den Bobi am Vortag kontaktiert hatte um ihn zu bitten, ich abzuholen. Er schrieb mir, dass er auf mich wartet sobald er von seiner anderen Fahrt zurück ist.

Als ich in Banda Aceh um kurz nach 8h ankam, war ich verdammt froh zu wissen, dass mich jemand abholt. Ich konnte nicht mal aus dem Bus aussteigen, von außen hatten mich ca. 15 Taxi-Fahrer erspäht und jeder wollte mich irgendwo hinfahren. Sorry aber mich hat das in dem Moment einfach nur genervt: Ich hatte eine miese Fahrt, hatte nicht geschlafen und jetzt rissen sich hier alle um mich wie Aasgeier um einen toten Hasen.
Ich sagte einfach. dass mich jemand abholt. Und das mit extrem unfreundlichem Gesicht. Ich weiß, sowas kommt hier in den asiatischen Kulturen absolut nicht gut an und die Menschen machen sich eher noch über einen lustig aber in dem Moment ging es nicht anders. Dann meinte sie doch allen Ernstes : Wenn Dein Freund nicht kommt, dann kann ich Dich ja fahren…
Hallo kapiert’s doch, ich habe jemandem der mich abholt und der auch sicherlich kommt.
10 in später war Firman auch schon da und brach mit mir auf eine kleine Stadtrundfahrt auf. gleich bei der ersten Station traf ich Maya und Sergio wieder, die ebenfalls mit ihrem Fahrer auf der Tour waren. Die Freude über das Wiedersehen war groß. Wir machten dann im großen und ganzen die gleiche Tour: Tsunami-Sights, Boote und ein Informationszentrum.  Das Tsunami-Museum war aufgrund des Nyepi-Feiertages geschlossen.


Da wir alle ziemlich kaputt waren, baten wir unsere Fahrer uns doch bitte zur Fähre zu bringen auch wenn wir noch gen Zeit hatten.
Am Hafen aßen wir eine Kleinigkeit und warteten auf die Fähre nach Pulau Weh.
Nach Pulau Weh kann man entweder die Fast-Ferry oder die Slow-Ferry nehmen. Wir haben natürlich die Slow-Ferry genommen und hatten total viel Spaß. Auf der Fähre wurde von Personen über Ziegen und Hühner über Roller alles transportiert was transportabel ist. Da viele Einheimische aufgrund des Feiertages frei hatten, waren viele Menschen auf der Fähre um 4 Tage auf Pulau Weh zu verbringen. Wir waren die einzigen Touristen und eine kleine Attraktion.
Alle sprachen uns an und wollten Fotos mit uns machen. Ich weiß nicht, auf wie vielen Facebook-Accounts ich in Indonesien erscheinen werde.‘
Ein Frau malte den Mädchen in ihrer Familie wunderschöne Henna-Tattos auf die Hände. Ich ging zu ihr und sagt ihr auf Indonesisch, dass ich das serhr schön finde : „Itu sangat indah“ . Und sie fragte mich, ob ich nicht auch eines haben möchte. Natürlich wollte ich. So malte Jana mir, Maya und sogar Sergio wunderschöne Hennatattos auf die Hände. In Aceh ist dies ein Brauch zu Hochzeiten.


Die zwei Stunden auf der Fähre gingen rum wie im Flug.
Im Hafen suchten wir dann einen Fahrer. Sergio war der Meister im Handeln: Er schaftet es, den Preis für ein Bejak nach Iboih Beach (ca. 40 min vom Hafen entfernt) für 90.000 Rp runterzuhandeln (normalerweise wollen sie 50.000 Rp / Person).
ZU dritt ging es also mit dem Bejak nach Iboih. Auf dem Weg kamen uns einige Makaken entgegen und wir fuhren an schönen Panorama-Punkten vorbei- es war wirklich sehr schön.

Pulau Weh, Bejak,

Sergio, Maya und ich im Bejak auf dem Weg nach Iboih

Pulau Weh, Blick von der Fähre aus
In Iboih angekommen machten wir uns auf die Suche nach einer Unterkunft. Wir hatten ein paar Namen im Kopf und versuchten es zunächst bei Normas. Leider gab es keine freuen Bungalows mehr. Schließlich entschieden wir uns für das Olala. Auch hier hatte Sergio den Preis für einen Bungalow auf 80.000 Rp runtergehandelt – eigentlich hätten wir 120.000 Rp zahlen sollen. Die Chefin bat uns, das für uns zu behalten 😉
Ich hatte einen Bungalow mit Bad, Terrasse und Hängematte mit Meerblick. Total gemütlich. Das ist typisch für Iboih: Die Unterkünfte sind Bungalows die entweder direkt am Meer stehen, Meerblick haben oder etwas weiter im Innern stehen und je nach Blick variiert der Preis.

Am Abend meldete sich dann auch Atim bei mir: Er ist ebenfalls ein Freund von Bobi und wusste von ihm, dass ich nach Iboih zum Tauchen komme. Er ist Divemaster bei Rubiah Tirta Divers, dem ältesten Diveshop von Puau Weh der zudem auch Einheimischen gehört. Es ist echt schön wenn man weiß, dass es Menschen gibt die ich um einen kümmern wenn man alleine irgendwo ankommt. Mir macht das Alleine reisen niemals Angst und – ich klopfe auf Holz – ich war  bis jetzt auch noch nie in einer brenzlichen Situation (bis auf diese Sache im Nachtbus) aber nichts desto trotz tut es gut, jemanden zu kennen.
Wir verabredeten uns also für den nächsten  Morgen im Diveshop.

Mit Maya und Sergio aß ich zusammen zu Abend und dann machen wir uns vergeblich auf die Suche nach Bintang. Tja auf der ganzen Insel gibt es in den normalen Läden keinerlei Alkohol. Und nein, wie ich später erfuhr hat das nichts damit zu tun, dass Aceh muslimisch ist.
Da wir alle ziemlich kaputt waren, hielten wir uns auch nicht mehr lange auf den Beinen und gingen schlafen. Ich war voller Vorfreude am nächsten Tag endlich tauchen gehen zu können.

Hätte ich im Vorfeld gewusst, dass Nachtbusse attackiert werden und die Fahrer so fahren wie sie fahren hätte ich NIEMALS den Nachtbus genommen. Ich bin der Meinung, dass Sicherheit vorgeht und unter den Umständen wäre ich sicherlich von Medan nach Aceh geflogen. Aber ich kannte bis dato nur die sehr komfortablen Nachtbusse aus Malaysia und es hat mir auch im Vorfeld niemand erzählt, dass die Nachtbusse attackiert werden. Ich rate absolut davon ab zu mal die Flüge nicht sonderlich viel teurer sind.

Singapore, you surprised me !

14.02. – 17.02.2016

Before my stay in Singapore, I had some typical prejudices about this city-state: no culture, artificial city, no vibes, too clean, too smooth and boring.
But only in 2 days I discovered an interesting city which has quite a lot to offer. OK yes, it’s expensive but you normally don’t stay for an eternity because Singapore is a perfect transportation hub for South-East-Asia as flights go to everywhere from here so it’s a city for a short stay.

So we arrived in the evening at around 8:30 pm. We took the bus in Melaka at 2:30 pm so the time was quite long. But the reason for that is simple: Get 30 people out of the bus at the Malaysian border to get the departure stamp in the passport, get all the people back into the bus as to drop them 10 min later at the immigration for Singapore again as to get the Singaporean entry stamp. As I was always wondering how this immigration administration is done by travelling over land – now I know it. I was lucky to be not alone, I would have been afraid that I would have not found our bus again as they dropped us off at a door and moved to a parking place. And of course there were many other busses too. As we came finally back to our bus we just put all our stuff back , the bus driver observing us. When we just finished he said that we have to change the bus. Are you kidding me ? Whatever.

So the bus dropped us off at the final destination and from here we had to walk for around 30 minutes to our hostel which was close to Little India.
When w e arrived we just put our bags into our room and went outside to eat something. Once again, Indian food saved my life. We had Masala Dosai, a pancake with some sauces and I had another Prata filled with onion and mushroom. After I bought some oats, fruits and soymilk for breakfast (sorry, toast and jam is definitely not a real breakfast, so even if it’s for free, I don’t go for that shit). I was quite happy that our hostel had a well equipped kitchen.

The next morning Daniel and me started our tour through the city. We walked from our hostel to Marina bay and around the Esplanade. It’s really impressive.
In Singapore, they have the Singapore Flyer is a giant wheel with an overall height of 165 metres and which is the second highest wheel of the world. Skyscrapers, shopping malls, former colonial buildings form the cityscape.

As a pedestrian it is very comfortable to walk through Singapore – not as in the other south-east-Asian cities like Bangkok, Kuala Lumpur or Jakarta. Traffic lights are working and drivers are more respectful. So we walked our way through the city. We made a stop at the Raffles Hotel, the famous place where they invented the cocktail Singapore Sling and which is a five star rated luxury hotel with a  classic colonial architecture which has been perfectly preserved and which provides a stark but lively contrast against its modern-skyscraper neighbours.
We strolled through Chinatown (which is not really Chinese anymore but rather for tourists), among the skyscrapers and green areas. As Singapore is rather pricy as the other countries around, it’s recommended to eat on hawker stalls, food courts or in shopping malls. We luckily found a food court with a large choice of different types of food and even a vegetarian one . So I was in tofu-heaven 😉

After lunch we went to the Gardens by the Bay, a huge park behind the Marina by the Bay building.

About the Gardens by the bay:
Gardens by the Bay brings to life the National Parks Board Singapore’s vision of creating a City in a Garden. The Gardens captures the essence of Singapore as the premier tropical Garden City with the perfect environment in which to live and work – making Singapore a leading global city of the 21st century.
In January 2006, an international master plan design competition was launched to seek world-class design ideas for Gardens by the Bay. It drew more than 70 entries submitted by 170 firms, from over 24 countries, including 35 from Singapore.
An 11-member Jury comprising local and international experts shortlisted eight teams and two winners were announced in September 2006; namely Grant Associates for Bay South and Gustafson Porter for Bay East, both from the UK. A decision was made to develop Bay Central later.
A public exhibition of the master plan concepts and models of the winning teams was held in September 2006 at the Singapore Botanic Gardens. Over 10,000 people visited the exhibition and over 700 gave their feedback. An overwhelming majority 85% of those surveyed liked the features in the master plans and over 97% said they would visit the gardens.
Gardens by the Bay broke ground in November 2007, signalling the commencement of the Gardens’ development. Subsequently, development of Bay East Garden also commenced. It was developed as an interim garden to be used as a staging site for some of the rowing and canoeing events of the Youth Olympic Games (YOG) in August 2010. Following the YOG, Bay East underwent reinstatement works and was open to the public in October 2011.
A special preview of Flower Dome was held in November 2011 in conjunction with the World Orchid Conference (WOC). Some 300,000 members of the public visited both WOC and Bay South Garden.

In the Gardens are two large domes – the Flower dome and the Forest dome. I’m always thinking about for what I spend my money over here , I didn’t take part in any tour in Malaysia or spent money for an attraction but the domes were definitely worth it. The flower dome houses a large variety of different kind of flowers from different regions. The forest dome houses a large variety of trees, tropical plants and has a waterfall. On canopy walks you can walk around in the heights, have a view on the trees and get a little jungle feeling.

After that it was around 5:00 pm and we headed back to the hostel. Our plan for the evening was to go upstairs on the Rooftop bar Cé la vie on Marina Bay.
If you like to have a view over the city from Marina bay you can either choose if you want to spend 23 $ just to get on the visitors platform or to get at the 57th level to the bar and get a drink.
I think it’s quite clear that having a drink at the bar is far a better deal 🙂

Of course we dressed up as the dress code is chic and casual. The view is really stunning. So we had a Singapore Sling (what else). I think this was the most expensive cocktail I ever had in my life: 29 $. But well, you only live once. And it was definitely delicious.


We enjoyed the view and our drink and of course we took a lot of pictures. So we asked a guy to take a picture from us. It turned out that Jamel was French and originally from Paris but living in Switzerland. So we started talking for ages and of course I did not refuse the invitation for another Singapore Sling 😀
As Jamel was in a guest house close to my hostel we went back by the tube to Little India and had  dinner together. Unfortunately we missed us the day after to do some sightseeing together.

Jamel it was really nice to meet you, I hope we keep in touch. All the best for your projects in Switzerland and as I said: You always meet twice in life.

Oh and I want to mention that Daniel and me walked around 34 km this day !!!! He used his step tracker so we could see the result. Crazy. Well walking is my daily exercise since I travel. And I walk really a lot.

The other day we went to discover the Botanic garden and the Orchid garden which are really nice to visit. I never saw so many different kinds of orchids in one place.


After that we went back to the centre as we wanted to have a look on Sentosa Island. WE walked the way to the island and well – that was definitely a waste of time. Sentosa Isand is only a huge Disneyland on an island, a huge attractive and fun park.

So we took the tube to Little India and checked out the famous shopping centre Mustapha Centre, a huge shopping centre where you can find everything from food, jewellery, clothes, cosmetics, perfumes and so on. And it’s so large and complex that Daniel and me lost each other.
I finally found some native coconut oil, bought some Kaya – a Singaporean bread spread made of coconut milk, eggs and sugar, the Kaya toast is even a speciality for breakfast and when you look up at google it will give you the top 5 places where to eat the best kaya toast – and then went back to the hostel. And met Daniel here again.

Later we left to see the sunset at Marina bay and the light shows.
The skyline looks really impressive and beautiful in the evening sky with all the lights. At 8:00 pm there was a light, laser and water show with animations, it was a  bit kitsch but still very nice to see.
When the light shows finished, we went to see Gardens by the bay by night. The so called Supertrees were glowing in colorful lights in the dark and the setting was beautiful.

Later we went back to grab some Indian food again wend then back to the hostel.
I only had 2 days in Singapore, a third one would have been good to see and explore even more and not only the must-see tourist spots. The city has much to offer and is simply interesting to stroll around. Here as well there is a multicultural mix whereas 74% of the population are Chinese and the rest are Indians, Malaysians and other groups.
Oh and of course Singapore is home to many expats from all around the world.
I was positively surprised by Singapore: The city is clean and tidy, even if it is a huge city, I had the impression the city and its people are quite relaxed and laid back. Of course there are a lot of prohibitions but I think they are not too tough to live with.
Singapore also is committed to environmental protection and sustainable  development. I was surprised when I saw recycling bags for the different types of rubbish in public places. When I left Paris I said that I would never ever live in an metropolitan area but well, Singapore could be a place to….. oh well let‘ see.
I think I come back, at least for a visa run for Indonesia 😉

I highly recommend my hostel: @ The Little Red Dot
Its one of the cheaper options, it’s very clean and tidy, the blankets are freshly washed and the aircon is working. Breakfast is include and you have high-speed wifi (the best one I had so far)
The have a kitchen even with a cooking facility and even female dorms. Price: 11 € / night

@ The Little Red Dot
125 Lavender Street, Singapore
Contact No. 6294 7098
enquiries@atthelittlereddot.com
http://www.atthelittlereddot.com

Eine Woche in George Town und Penang

05. – 11.02.2016

Auf nach George Town, Penang  – 05.02.2016

Am Freitag morgen um 9h stiegen Ricky, Rita, Eimair und ich in den Bus nach George Town. Die Tatsache, dass wir am Vorabend bis um 4h unseren letzten gemeinsamen Abend im De Native Guesthouse gefeiert hatten, machte das nicht alles unbedingt leicht.

Der Bus war wieder sehr komfortabel – aber total runter gekühlt. ich hab total gefroren. Schlafen konnte ich leider nicht wirklich. Also schaute ich in die Landschaft, die an mir vorüber zog. Das war leider weniger schön. Zu 80% waren es nur Ölpalmen, die am Straßenrand in Reihen und riesigen Plantagen stehen… nun gut, Malaysia ist der weltweit größte Palmöl-Lieferant.

Nach ca. 5 Stunden kamen wir in George Town an. George Town liegt auf der Halbinsel Penang, im Nord-Wersten von Malaysia. Viele Reisende machen hier Station wenn sie von / nach Thailand kommen.
Ricky, Rita und ich hatten zufälligerweise Hostels gebucht, die unweit voneinander entfernt waren.
Eigentlich wollte ich mich nur hinlegen und schlafen aber irgendwie ging das nicht. Also habe ich meinen Blog aktualisiert.

Später haben wir uns zum Essen verabredet. Penang ist berühmt für sein vielfältiges Essen. Man findet hier indische, malaysisches und chinesisches Essen. Streetfood bekommt man hier auch an so gut wie jeder Ecke.
Weil wir aber an dem Abend nicht wirklich Lust hatten lange zu suchen machten wir uns auf den Weg zu einem überdachten Food-Court wo man eine große Auswahl an Thai-, Indian, Chinese und Malay-Food hatte. ich entschied mich für Tofu, Gemüse und als Nachtisch chinesische Dumblings. Das sind Dampfnudelartige Klöße, meine waren süß mit einer Rote-Bohnenpaste gefüllt.
An dieser Stelle ist auch zu sagen, dass ich mich hier in Asien vegetarisch ernähre. Fisch ist weiterhin kein Thema, Milchprodukte auch nicht aber man kommt hier um Eierfitzelchen etc. nicht rum. Also passe ich mich hier einfach an und muss auch sagen, dass ich sonst einige Dinge gar nicht erst probiert hätte. Und das wäre so was von schade gewesen.
Später sind wir einfach nur noch durch die Straßen spaziert und waren in ein paar Bars.
Es gibt außerdem einen Shop namens Antarabangsa. Hier wird Bier ab 4 RM verkauft es gibt eine Riesenauswahl an internationalen Bieren, Ciders, Alkopops und vieles mehr zu unschlagbar günstigen Preisen. Und vor dem Laden werden einfach Plastiktische und Hocker aufgebaut und schon verwandelt sich der kleine Platz in eine Open-Air-Bar mit gemischtem Publikum von Locals und Reisenden.

Street Art, authentisches Indian Food und Feierei – 06.02.2016

Am Samstag bin ich nach dem Frühstück erst mal zur Touristeninformation gegangen um mich mit Stadtplänen und Informationen einzudecken.
George Town (malaiisch auch Tanjung) ist die Hauptstadt der Insel Penang und des gleichnamigen Bundesstaats in Malaysia. Sie liegt an der nordöstlichen Spitze der Insel und hat 178.358 Einwohner, überwiegend Chinesen. Rechnet man die Vororte hinzu, die zusammen mit George Town den 119 km² großen Distrikt Timur Laut bilden, leben im Einzugsgebiet der Stadt insgesamt über 520.000 Einwohner. George Town wurde 2008 in das Register als Weltkulturerbe UNESCO aufgenommen.

Mit einem Stadtplan bin ich dann losgezogen. Aber mein Ziel war es nicht, alle Sehenswürdigkeiten, Tempel oder ähnliches in George Town zu sehen: ich liebe Streetart und in George Town gibt es davon viel. Ein Großteil ist in Stadtplänen eingezeichnet aber viele kamen im Laufe der Jahre nach und nach dazu und gerade diese zu entdecken ist spannend.
Und auf der Suche nach den Street-Art- Bildern habe ich die Stadt erkundet. Auch hier gibt es ein Chinatown und ein Little India. Beeindruckend ist die Architektur: Alte Häuser im Stil der Kolonialzeit vermischen sich mit Hochhäusern. Die staatlichen Gebäude sind wunderschön in Weiß gehalten und zeugen von früheren prächtigen Zeiten. In der Stadt gibt es leider auch viele Häuser, die aufgrund von mangender Instandhaltung leider sehr heruntergekommen sind. Aber Charme haben sie nach wie vor. Oft sind Häuser in verschiedenen Farben – grün, gelb, rosa – aneinander gereiht und haben verschiedene Fassaden.
Rikschas, Food-Stalls, kleine Cafés, Restaurants und Leihfahrräder prägen das Straßenbild. Und zur Zeit des Chinesischen Neujahrs sind die Straßen und Häuser mit zahlreichen roten Lampions geschmückt, es werden große Räucherstäbchen angezündet und an fast jedem Haus gibt es einen kleinen Wandschrein auf den Gaben zu Ehren der Götter gelegt werden.


Little India hat mich wie auch in KL fasziniert. Hier habe ich auch ein vegetarisches Restaurant gefunden das zudem noch total leckeres Essen zu günstigen Preisen anbietet.

Was soll ich sagen: Indian food saves my life 😀 Wenn immer ich Hunger habe weiß ich, beim Inder gibt es vegetarisch !
Ich konnte auch nicht wiederstehen und habe hier endlich mal ein paar indische Süßigkeiten gekauft. Ich würde es als Konfekt bezeichnen. Zum Glück gab es Beschreibungen sodass ich zwei weniger süße Sorten erwischte: Kokosnuss mit Kakao und Cashew mit Feige. Total lecker. Aber danach hat sich mein Magen beschwert… naja ich gebe ihm noch ein wenig Zeit sich anzupassen.

Zurück im Hostel traf ich Ali, ein Brite mit pakistanischen Wurzeln der hier – wie so viele – Volunteering machten. Er schlug mir vor, mich mit zu einem netten indischen Foodcourt zu nehmen, wo er jeden Tag zum Tee trinken hin geht. Für so etwas bin ich immer offen also kam ich mit.
Vom Hostel waren es ca. 20 min zu laufen. Interessant war, dass es in einer Gegend war, wo absolut keine Touristen unterwegs waren.
Ali empfahl mir unbedingt die Samosas* zu probieren.
*Samosas sind Teigtaschen aus Iran, Indien und Pakistan, die mit diversen Zutaten gefüllt werden, meine waren natürlich vegetarisch, mit Kartoffeln, Kichererbsen und Curry.

Und ich habe hier wirklich die besten Samosas gegessen, die ich bis jetzt hatte. Voller Geschmack, frisch zubereitet und nicht trocken.
Ja, also Essen kommt hier nicht zu kurz, ich liebe es einfach neue Dinge zu probieren.

Den Abend habe ich natürlich mit Rita und Ricky verbracht. Es war Ricky’s Geburtstag, also Anlass zu feiern. Essen waren wir diesmal auf Empfehlung einiger Locals bei einem Food-Stall geholt. Es gab frischen Fruchtsaft – das Beste hier an Asien, immer und überall – vegetarische Rollen gefüllt mit Gemüse und Nudeln namens „Poh Pia“, vegetarische Frühlingsrollen und die berühmte Penang „Laksa*“ – dabei handelt es sich um eine Suppe mit Nudeln und Gemüse. Wir hatten eine Version mit frischem Koriander, Minze, und anderem Gemüse. Total lecker, scharf und wärmend.

* Laksa ist eine südostasiatische Suppe aus Malaysia und Singapur. Sie wird auf Basis von Kokosmilch und Chili zubereitet und enthält typischerweise Reisnudeln oder auch Bandnudeln, Gemüse, Fisch und Krabben. Es gibt zahlreiche Varianten wie Penang-Laksa (malaysisch) oder Katong-Laksa (singapurisch). Laksa gilt als Nationalgericht Singapurs.

Anschließend gingen wir noch ein Bar, Miacasa. Rita hatte im Vorfeld die Besitzerin informiert, dass Ricky Geburtsgag hatte. Auf einmal wurde später Happy Birthday gespielt und Ricky bekam einen schön dressierten Teller mit Geburtstagskuchen und Kerze. Und danach natürlich noch zum Antarabangsa, the place to be in George Town.

Tempel über Tempel und chinesisches Neujahr – 07.02.106

Am Sonntag war chinesisches Neujahr. Da ich mir ja die Stadt bereits angesehen hatte, überlegte ich, was ich auf Penang so unternehmen könnte. Für den Abend hatten wir bereits geplant, zum Kek Lok Si Tempel zu gehen. Aus dem Stadtplan entnahm ich, dass es in George Town sowohl einen burmesischen – den Dhammikarama Burmese Buddhist Tempel – als auch einen thailändischen buddhistischen Tempel – den Wat Chaiya Mangalaram Thai Buddhist Temple –  gibt. Da mir die thailändischen Tempel in Bangkok damals so gut gefallen haben, beschloss ich mir diese zwei Tempel anzusehen.
Ja und das war leichter getan als gesagt: Ich fand heraus, dass verschiedene Busse in der Nähe der Tempel hielten. Im thailändischen Tempel gibt es einen „schlafenden Buddha“ und dem Busfahrer sagte ich dann auch, dass ich dort hinwollte und bat ihn, mir doch bitte Bescheid zu sagen wenn ich aussteigen müsse. Der Bis war voll, alle Leute waren wohl unterwegs zum Strand oder zum Nationalpark. Nach 25 min kam mir das komisch vor denn laut Stadtplan hätten wir schon längst angekommen sein müssen. Einem niederländischen Paar ging es genauso und sie fragten den Busfahrer. Der entschuldigte sich vielmals – er hatte schlicht vergessen uns Bescheid zu geben.
Also ließ er uns bei der nächsten Haltestelle raus damit wir den Bus zurück nehmen konnten.
Ich hatte dann im nächsten Bus wieder ein seltsames Gefühl, dass der Busfahrer es wieder verpeilt – aber nein, als wir auf der linken Seite einige Türme des Tempels erahnen konnte, rief er lauthals „Sleeping buddha, sleeping budda“ durch den Bus.

Die Tempel liegen beide unweit voneinander in der gleichen Straße und sind frei zugänglich. Mir haben sie sehr gut gefallen und ein Besuch ist lohnenswert.

Der Wat Chaiya Mangkalaram-Tempel ( Thai : วัด ไชย มังคลาราม) ist vor allem durch seine liegende Buddha -Statue bekannt . Die Statue ist mit 33 Metern die Drittgrößte seiner Art. Im Hauptschrein vor dem liegenden Buddha gibt es kleinere Schreine von verschiedenen Buddhas und beliebten Thai-Gottheiten. Auf dem Tempelgelände selbst stehen weitere mit Mosaiksteinen verzierte Statuen von Göttern und Fabelwesen, wie z.B. zwei Schlangendrachen. Der Tempel wurde im Jahre 1845 errichtet. Queen Victoria übertrag das Stück Land an vier Treuhänderinnen als Zeichen um den guten Willen für verstärkte Handelsbeziehungen zu Thailand zu verdeutlichen. Der erste Mönch war ein buddhitsicher Theravada – Mönch aus Thailand, Phorthan Kuat, der auch als „Starker Mönche“ bekannt ist. Die Legende besagt, dass er sehr gern Laksa aß und somit bringen auch noch heute seine Gläubiger eine Schüssel Laksa als Opfergabe an seinem Schrein.
Natürlich ist der Sleeping Buddha hier in George Town nicht so prunkvoll und edel wie sein Pendant im Wat Po-Tempel in Bangkok aber trotzdem schön anzusehen.

Der Dhammikarama Burmese Buddhist Tempel liegt direkt gegenüber des Wat Chaiya Mangkalaram-Tempel. Der Tempel wurde 1803 errichtet und ist damit der älteste buddhistische Tempel in Penang. Im Inneren befinden sich zahlreiche Gemälde, Wandbilder und Statuen, die die Geschichte und Legenden des Buddhismus verkörpern. Der Tempel verdankt seine Existenz der burmesischen Bevölkerungsgruppe, die seit dem späten 18. Jahrhundert in der Umgebung siedelte. Dies ist der einzige burmesische Tempel in Penang, wenn auch die im Laufe der Zeit vorgenommenen Erweiterungen vom Stil anderer buddhistischer Länder geprägt sind.

Nun, da ich fälschlicherweise davon ausging, dass der Rückweg ins Stadtzentrum nicht so lange war, ging ich zur Fuß zurück. Nach ca. einer Stunde und zahlreichen Überquerungen von Schnellstraßen landete ich wieder in Little India und ging in das gleiche Restaurant wie am Vortag weil ich einfach keine Lust hatte, lange nach etwas Essbarem zu suchen.

Auf dem Weg zum Hostel traf ich dann Daniel, der ebenfalls in unsere Gruppe in den Cameron Highlands dabei war. Er war ebenfalls im Tipsy Tiger und dann stelle sich raus, dass wir auch noch im gleichen Dorm waren.
Später starteten wir alle zusammen – Eimair, Rita, Ricky, DAniel und ich und Kamilla und Malin, zwei schwedische Mädels aus unserem Dorm – zum Kek Lok Si Tempel. Wir hatten Ricky und Daniel dabei. Die beiden kamen auf die glorreiche Idee, in die frischen Kokosnüsse die wir an der Straße gekauft hatten, Eis und Whiskey zu mixen. Kurzerhand gingen die beiden in den nahegelegen 7/11 und kamen freudestrahlend mit einem Pack Eis und einer Flasche Whiskey wieder raus. Gut, einen Bus mussten wir vorbeifahren lassen weil wir unmöglich mit unseren Cocunut-Drinks einsteigen konnten. Aus dem Plan um 19h zu starten wurde dann somit 20h.

Fun night out in George Town, Penang, Malaysia

Eimair, Rita, Kamilla, Malin, Daniel & Ricky

Der Kek-Lok-Tempel (Hokkien: Kek Lok Si, Kurzzeichen: 极乐寺; Langzeichen: 極樂寺) ist eine chinesisch-buddhistische Kultstätte in Air Itam, einem Vorort von George Town auf der Insel Penang. Er ist einer der größten Tempel seiner Art in ganz Südostasien und gilt als größter buddhistischer Tempel in Malaysia. Sein Name lässt sich mit „Tempel des Höchsten Glücks“ übersetzen.
Sowohl Architektur als auch die Aktivitäten der Gläubigen lassen dabei eine Verschmelzung von buddhistischen Glaubensinhalten mit daoistischen Ritualen und Wahrsagerei erkennen.
Die Errichtung des Tempels begann 1890, er konnte nach mehr als zwanzigjähriger Bauzeit eingeweiht werden. Im Jahr 1930 wurde die Pagode der 10.000 Buddhas fertiggestellt, die über mehrere Jahrzehnte die prägende Struktur der Anlage blieb. Umfangreiche Spenden, insbesondere aus der unternehmerisch erfolgreichen chinesischen Bevölkerung Malaysias, ermöglichten jedoch einen weiteren Ausbau der Anlage, der auch bis zum heutigen Tage nicht abgeschlossen ist.
In diesem Sinne ist der Kek Lok Si ein Tempel, dessen Bauphase noch immer andauert. Im Jahr 2002 konnte eine 30 m hohe Bronzestatue eingeweiht werden, die gemeinsam mit der Pagode nachhaltig das Erscheinungsbild des Tempels prägt. Von 2005 bis 2009 wurde ein Pavillon zum Schutz der Statue erbaut. Die aufwändige Konstruktion ruht auf 16 mit Reliefs geschmückten sogenannten Drachensäulen und besteht aus drei konzentrischen oktogonalen Dächern. Die festliche Einweihung des neuen Gebäudes fand am 6. Dezember 2009 statt.

Der Kek Lok Si Tempel  zieht besonders zum Chinesischen Neujahr Besucher an und somit war der Bus auch gut gefüllt. Nach ca. 50 Minuten Fahrt im eiskalt klimatisierten Bus kamen wir unterhalb des Tempels an. Was soll ich sagen: beeindruckend ! Der Tempel steht oberhalb eines Hügels, krönend ist die große, weibliche Buddha-Staue die alles überblickt. und Anlässlich des CNY war der gesamte Tempel so wie die gesamte Ablage über und über mit bunten Lichterketten und roten Lampions geschmückt. Viele würden wohl sagen Kitsch aber wir fanden es einfach absolut beeindruckend. Wenn man überlegt, wie viel Arbeit dahinter steckt den gesamten Tempel zu schmücken und für die Feierlichkeiten herzurichten …

Irgendwie haben wir relativ schnell am Anfang die Jungs und die schwedischen Mädels aus den Augen verloren. Also gingen Eimair, Rita und ich von einer Etage zur anderen, zündeten Riesenräucherstäbchen an, nahmen uns kleine schiffförmige Glücksbringer mit, und machten zahlreiche Selfies.
Dann entschlossen wir schließlich nach einigem Zögern doch die Bahn hoch zur Statue zu nehmen, da wir für den Fußweg wieder ganz nach unten hätten gehen müssen.
Die Besichtigung der Statue lohnt sich auf jeden Fall. Es waren ganz viele Chinesische Besucher dort. in Reihen gingen sie am Fuß der Statue entlang, wo sich Metallgefäße befinden. Ein chinesischer Herr erklärte uns dann, dass jeder eine Runde um die Statue läuft und in jedes Gefäß 10 sen hineinwirft. Am Ende sollen es 10 $ sein (ich konnte hier leider keine näheren Informationen finden und lasse das nun mal so stehen).

Wir wollten dann wieder hinunter da wir den letzten Bus nicht verpassen wollten. Und nun ja, irgendwie kam uns der Gedanke: Lasst uns doch hitchhiken. Rita, die fließend Chinesisch spricht, zögerte nicht lange und quatschte ein 5-köpfige chinesische Familie an, die gerade mit ihrem Pick-up losfahren wollte. Klar natürlich, kein Problem und wir kletterten hinten auf die Ladefläche. Spaß pur !

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Wir wurden an der Bushaltestelle abgesetzt – an der gerade in diesem Moment der Bus hielt. Und wen trafen wir dann im Bus – Ricky, Daniel, Kamilla und Malin.

In George Town waren wir dann wieder gegen 23h. Rita kam mit mir zum Inder – ich war schon hangry vor Hunger – und dann trafen wir die anderen in Antarabangsa wieder.

Taman Negara und Nightmarket in Batu Ferringhi, Penang – 08.02.2016

Heute war chinesischer Neujahrstag. Wir hatten vor, in den Taman Negara, den Nationalpark von Penang zu fahren.
Es hat etwas länger gedauert bis Rita und Ricky fit waren- die beiden und Daniel, hatten am Vorabend nämlich noch weitaus länger gefeiert als ich.
Um kurz vor 12h waren wir dann alle startklar. Das Dumme war nur, dass der Bus zum Nationalpark auch der Bus zum Strand ist – und alle hatten wohl vor den Feiertag und das schöne Wetter am Strand zu genießen. Drei Busse ließen wir vorüberziehen und machten uns dann auf den Weg zur Endhaltestelle, damit wir wenigsten dort die Chance hätten den Bus zu nehmen.
Nach ca. 1 Stunde – und ich für meinen Teil völlig verfroren – kamen wir am Park an. Der Eintritt ist hier frei und man kann zwischen zwei Hauptwanderwegen wählen. Einer führt zum sogenannten Monkey-Beach, an dem man schwimmen kann aber der weniger schön ist und der andere führt zum Turtle-Beach, der sehr schön ist aber an dem man leider aufgrund von giftigen Quallen und starken Strömungen nicht schwimmen kann. Hier gibt es eine kleine Schildkröten-Aufzuchtstation.
Wir entschieden uns für Turtle-Beach. Ca. 1,5 Stunden ging es durch den Wald vorbei an einem See zum Strand.
Die Cameron Highlands haben in Sachen Trekking mehr zu bieten aber der Weg war gut zu laufen. Und es war auch endlich mal schön, direkt am Meer zu sein.
Daniel hatte Musik und Speaker dabei und so chillten wir am Strand. Ich im Schatten denn ganz ehrlich: meine europäische Winterhaut braucht ein wenig um sich hier an die Sonne zu gewöhnen. Aber ich hab schon Farbe bekommen, vor allem an den Armen, Schultern und Beinen – juhuuu 🙂

Gegen 17h überlegten wir uns dann, uns auf den Rückweg zu machen. Einer der Locals vom Kiosk am Strand meinte, wir könnten ein Boot für 100 RM nehmen. Ganz ehrlich, das fanden wir für 4 Leute etwas teuer. Aber dann kam eine weitere Gruppe von 4 Leuten und noch zwei Jungs dazu, somit waren wir 10 und nahmen das Boot zurück zum Pier beim Parkeingang.
Ich bin ja die Fastboats zu den Gili Islands gewöhnt, von daher war ich für die Aufprälle auf den Wellen und das Durchschütteln vorbereitet.

Zurück am Pier machten wir uns erst zu Fuße auf den Weg Richtung Nightmarket in Batu Ferringhi. Schon auf dem Weg kame wir an einigen Foodstalls vorbei wo es überall lecker roch. Wie bereits erwähnt: Essen kann man hier einfach toll.

Auf dem Nightmarket gibt es alles: Souvenirs, Elektronik, Kleidung, Accessoires, Essen, etc.
Wir gingen auf Empfehlung einer Einheimischen in einen überdachten Foodcourt wo es eine große Auswahl an Ständen mit chinesischem, malaysischem, indischem, arabischem und westlichem Essen gab. Nun, ich wollte nicht schon wieder Indisch esse und bestellte bei einem Malaysischen Stand Nudeln mit Gemüse. Und wies explizit daraufhin, dass ich weder Fleisch, noch Fisch noch Huhn esse.
Meinen Salat-  ja ich weiß: Cook it, boil it, peel it or leave it , aber ich hatte so Lust auf frisches Gemüse so dass ich nicht widerstehen konnte – den ich beim Inder bestellte kam innerhalb kurzer Zeit. Für meine Nudeln brauchte es über 45 min und erst beim 4. Gericht, das mir gebracht wurde, war auch wirklich weder Fleisch noch Hühnchen noch Fisch drin.
Hm ich vermute wir waren an dem Abend wieder im Antarabangsa . So genau weiß ich das gerade nicht mehr.

Indonesien-Visum die Erste und Rikscha-Night-Ride – 09.02.2016

Ich hatte ja immer noch vor, das Visum für Indonesien in George Town zu beantragen. Leider war auf der Website des Konsultat nichts von den Öffnungszeiten erwähnt und auch im Hostel konnte mit niemand sagen, ob es das Konsulat nun offen hatte oder nicht.
Also achte ich mich um 8:30h mit dem Bus auf den Weg. Vor dem Konsulat traf ich nur eine Angestellte, die Laub und Schmutz kehrte. Auf meine Farge, ob das Konsulat denn geöffnet sei verwies sie mich an einen Security-Guard. Der meinte: „Come again at 10 am, then we are open“.
Nun gut. Leider war weit und breit kein Café oder ein Restaurant wo ich hätte die Zeit totschlagen können. Da ich noch nicht gefrühstückt hatte, ging ich in eine nah gelegene Tankstelle, um mir etwas kleines zum Essen zu kaufen. Anscheinend verschlägt es nicht viele Touristen dort hinein: Der Angestellte machte doch tatsächlich Fotos von mir. Ich war wahrscheinlich mit meinen 1,80 m und den blonden Haaren eine Attraktion *lol*
Um 10h ging ich wieder zurück zur Botschaft. Vor dem Eingang traf ich einen älteren französischen Herrn, der mich direkt auch mal auf Französisch anquatschte . Was soll ich sagen – wundert mich das jetzt ? Nein, nicht wirklich. Als ob hier jeder westliche Tourist französisch spricht , hihi. Aber er war sehr freundlich und sprach wohl kaum Englisch. Nun, am Empfang saß ein andere Beamter und sagte uns, dass heute Holiday ist wegen Chinese New Year und dass wir am nächsten Tag um 9h wieder kommen sollen. Okay. Kann man nichts machen. Ist eben so.

Ich ging zurück ins Hostel und frühstückte erst einmal. Irgendwann kam Daniel auch dazu, sichtlich etwas übermüdet. Ricky und Rita konnten wir nicht erreichen, sie lagen wohl in komatösem Tiefschlaf nachdem sie um 7h im Bett waren (wo nehmen hier bitte alle diese Energie her ? Ich bin froh wenn ich es al bis um 1h schaffe und dann nicht schon gähnend vom Stuhl falle).
Wir gingen erst mal Wäsche waschen. Vom Lagerfeuer in den Cameron Highlands waren einige meiner Klamotten echt übelst verraucht, unter anderem auch mein einziges Sweatshirt.

Danach gingen wir nochmal bei Rita und Ricky im Hostel vorbei, Rita kam dann auch runter und meinte, wir sollten und später treffen, es war Eimairs letzter Abend.
Daniel und ich wussten nicht s recht was wir machen sollten, wir gingen erst mal lunchen, zum Inder.
Danach fuhren wir mit dem Bus – der wieder überfüllt war mit Chinesischen Touristen – zum Penang Hill da wir dachten, wir könnten hochlaufen und die tolle Aussicht genießen. Aber:  FAIL. An der Station gibt es nur eine Bahn, mit der man zum Gipfel fahren kann. Es war extrem voll mit Menschen, die in der Schlange standen. Und ganz ehrlich: Sich auf einen Gipfel schieben zu lassen ist ja irgendwie witzlos . Darauf hatten wir auch beide keine Lust.
Also kauften wir uns etwas frisches zu Trinken und nahmen den Bus direkt zurück nach George Town.
Wir hatten noch ein wenig Zeit für ein Powernap, das war auch echt nötig.

Um 20h kamen Ricky, Rita und Eimair vorbei und wir gingen erst mal was essen. Wir hatten ja bereits am Samstag einen echt leckeren Stand mit Streetfood und einen Stand mit frisch gepressten Säften ausgemacht. Danach gingen wir ein wenig durch die Stadt. Und dann kamen wir bei einem verleih für Rikschas und Fahrräder vorbei. Spontan leihten wir uns für eine Stunde eine Rikscha – und hatten einfach verdammt viel Spaß. Ok zweimal wären wir auf der 3-spurigen Schnellstraße von rasenden Autos fast umgefahren worden aber eben auch nur fast. Und rückwärts einparken müssten wir auch noch mal üben. Eines meiner absoluten Highlights und Eimairs letzten Abend haben wir somit auch schön gestaltet.

Rikscha Ride, George Town, Penang, Malaysia

Rikscha Ride – best travel buddies ! Eimair, Rita Daniel and Ricky

Indonesien-Visum die Zweite und  neue Reisepläne – 10.02.2016

Am Mittwoch stand ich also wieder früh auf, um spätestens um 9h beim Indonesischen Konsulat zu sein.
Als ich dort ankam war ich nicht die einzige. Ich vermute, dass 100 Leute, Einheimische und ein paar einzelne westliche Toutisten vor dem Konsulat standen. Traumhaft. Nun, da das Konsulat 2 Tage geschlossen war, kamen eben alle am gleichen Tag.
Als dann die Türen aufgingen ging das Gedränge los. Ich hab mich innerlich über zwei Männer – Europäer – geärgert, die erst später als einige anderen der Locals kamen und sich dann rüpelhaft durchgedrängt haben – ohne Rücksicht unter anderem auf eine schwangere junge Frau. So typisch nach der Einstellung: Platz da hier komme ich.  Den frz. Herrn vom Vortag traf ich auch wieder. Ich glaube gegen 9:30h kam ich dann zur Passkontrolle. Wenn man übrigens in Tanktop, Shorts und Flipflops zum Konsulat geht, wird man abgewiesen, denn es wird ganz klar um respektvolle Kleidung gebeten. Sollte ja eigentlich selbstverständlich sein, ist es aber wohl für viele nicht.
Am Schalter bekam ich dann ein Formular zum Ausfüllen. Am Ende war ich mir wirklich nicht sicher, ob ich alles richtig ausgefüllt hatte, wird schon schiefgehen.
Für die Visums-Beantragung muss man übrigens das Hin- und Rückflugticket, ein Passfoto und seinen Pass abgeben.
Ich bezahlte die Gebühr von 190 RM (entspricht ca. 40 €) und man sagte mir, ich solle am nächsten Morgen um 10h wiederkommen.

Ein paar Straßen weiter gab es eine Shoppingmall, da bin ich erst mal hin ich brauchte nämlich dringend ein Taschenmesser. Meins liegt irgendwo zuhause in einem Umzugskarton. In einem japanischen Kaufhaus wurde ich dann fündig. Ach wozu ich das brauche ? Ganz klar: zum Obst schneiden natürlich 🙂

Danach bin ich wieder ins Zentrum gefahren und einfach ein wenig durch die Straßen spaziert.
Nach dem Mittagessen – Indisch, what else – bin ich zurück zum Hostel um mal wieder weiter zu schreiben. Ja, das nimmt Zeit in Anspruch, vor allem wenn man die Fotos nicht laden kann weil die Internetverbindung soooooooo lahm ist oder ganz ausfällt.

Und ich musste mir mal überlegen, wo ich jetzt hinreisen wollte. Aufgrund der Monsun-Zeit fiel der Osten und die schönen Tauchspots aus und direkt nach Singapur weiter wollte ich nicht. Also schaute ich mal, was denn so auf dem Weg liegt. Da ich bereits von mehreren Leuten gehört hatte, dass Malacca (Melaka) ganz schön sein soll, checkte ich mal die Google-Bildersuche. Und ja, die fiel ganz schön aus also beschloss ich vor Singapur einen Abstecher nach Malacca zu machen.
Bei mir im Hostel konnte ich direkt das Busticket für den nächsten Abend buchen und buchte dann auch direkt ein Hostel.

Abends habe ich Robert getroffen: deutsch, aus Mönchengladbach und ebenfalls 31 !!! Ja das ist schon ab und zu etwas besonderes wenn man in den Hostels absteigt sind die meisten zum Großteil zwischen 20 – 25 Jahre als, ist aber auch vollkommen ok, ich finde es ja absolut großartig dass mittlerweile so viele junge Leute nach dem Abi oder Studium reisen (oh mein Gott, JETZT höre ich mich einfach total alt an…), ist meiner Meinung nach absolut richtig.

Wir saßen dann noch mit ein paar anderen an der Bar. Abendessen hatte ich noch nicht und so um 22h bin ich dann nochmal auf die Suche gegangen, in Little India war dann noch ein Stand wo es Naan mit Curries gab, total lecker. Und so günstig: 2 Naan mit vegetarischem Dahl und einem Tee gab es für 3 RM (0,64 €)

Indonesien-Visum die Dritte : Got it !
Clan Jetties, Kapitän KLing-Moschee und echter Kaffee – 11.02.2016

Juhu, ich habe mein Visum !!! Um 10h kam ich zum Konsulat und konnte meinen Pass samt 60-Tage-Visum abholen . Yeah ! So und jetzt ist alles ganz entspannt.
Zur Feier des Tages habe ich mir dann mal richtigen Kaffee gegönnt, so gut wenn man die ganze Zeit nur Tee trinkt weil es hier sonst nur Instantkaffee gibt.
Das möchte ich auch noch erwähnen. In George Town gibt es ganz viele schöne kleine Cafés. Man würde vielleicht abfällig Hipster-Cafés sagen, aber die Betreiber geben sich hier sehr viel Mühe und die Cafés könnten problemlos auch in Berlin oder Köln zu finden sein. Klar gehen vor allem Touristen dorthin aber ich finde sie bereichern die Stadt ungemein und verleihen ihr definitiv auch deswegen eine bestimmte Coolness.

George Town gefällt mir eh total gut: Die Stadt ist sehr facettenreich, es leben hier Chinesen, Malaien und Inder neben- und miteinander. Es ist sehr Multikulti und das spiegelt sich auch im Essen wieder (haha, ja Essen, schon wieder). Und da kommt jeder Foodie auf seine Kosten. Ich habe noch nie eine so große Auswahl an Gerichten gesehen und probiert wie hier. Da wirft man auch gerne mal vegane Prinzipen über den Haufen wenn in den Poh Pia Ei drin ist. Aber wann hat man mal die Gelegenheit, so viele verschiedene Dinge zu kosten ?
Dann gibt es kulturell in George Town einiges zu sehen: Mir hat es natürlich die Streetart angetan. Aber wer gerne Tempel und Museen besucht kann hier auch einiges sehen und erleben.

Auf meiner Liste waren noch zwei Dinge, die ich gerne noch ansehen wollte: Zum einen Clan Jetties, die sogenannten Stelzenhäuser und die Kapitän Kling Moschee.

Als erste machte ich mich auf den Weg zum Clan Jetties.
Der Clan Jetties ist Teil des Penang Heritage Trails und ist eine alte, chinesische Siedlung von Stelzenhäusern aus dem Jahr 1882. Früher gab es sieben Landungsbrücken, bis eine durch Feuer zerstört wurde und nun lediglich sechs verbleiben. Jedes Haus trägt den Namen eines chinesischen Clans. Ursprünglich waren die Landungsbrücken für das  Be- und Entladen von Gütern und das Festmachen von Sampans (Botten) gedacht, die Siedlungen entstanden erst später. Zwischen den Clans herrschte große Rivalität und es kam oft zu Auseinandersetzungen und sogar Kämpfen.
Heute ist der Clan Jetties es eine der letzten Bastionen alter chinesischen Siedlungen auf der Insel Penang. Dieses Siedlungsdorf ist über ein Jahrhundert alt. Am Ende steht ein Tempel, der vor allem chinesische Touristen anzieht.
Gerade zu den Festlichkeiten des chinesischen Neujahrs drängten sich hauptsächlich Chinesen durch die schmalen Gassen. Ich lief den Rundgang relativ schnell ab und war dann froh, den Menschenmengen wieder zu entkommen.

Direkt gegenüber gibt es eines überdachten Food-Court mt überwiegend Chinesischen Ständen. Ich entdeckte ein Buffet wo an sich selbst seinen Teller zusammen stellen konnte. Auf meinem landete eine Mischung aus süß-sauren Auberginen, gekochte Gurken, Okraschoten mit Chilli, Tofu und Reis. das war mal eine angenehme Alternative zum indischen Essen.

Später traf ich Robert im Hostel und konnte ihn motivieren, mit in die Moschee zu kommen.

Die Kapitän Kling Moschee ist die älteste Moschee in Penang. Ursprünglich wurde sie von Mitgliedern der Ostindien-Kompanie Ende des 18. Jahrhunderts erbaut. Im November 1801 erhielt Kapitän Kling, ein prominenter Tamile und muslimischer Kaufmann, 18 Acres Land um eine neue Moschee zu bauen. 1916 ersetzte die gegenwärtige Moschee das alte Gebäude. Hier spiegelt sich islamische Architektur mit dem indischen Einfluss.

Einen Mantel musste ich zwar nicht ausleihen aber das freundliche Mädchen, die dort als Volunteer Besucher rumführte band bir ein Tuch um, so dass meine Haare bedeckt waren.
Richtig in die Moschee durften wir leider nicht, aber wir konnten um den Gebetsbereich herum gehen und somit wenigsten schauen und einen Eindruck bekommen. Ich war dann auch noch im abgetrennten, für die Frauen bestimmten Bereich. Wenn die Frauen hier beten, dann ziehen sie sich noch ein helles Gewand an, obwohl sie ja bereits ein Kopftuch und bedeckende Kleidung tragen.
Ich finde es absolut ungerecht, dass die Frauen in der Moschee nur einen kleinen Platz zu Verfügung haben und die Männer ca. 4/5 vom gesamten Raum.
Ich habe mir auch einiges an Informationsmaterial mit genommen, insbesondere zum Thema: Die Rolle der Frau im Islam. ich kann mich einfach nicht so wirklich damit anfreunden wie Frauen angehalten werden, sich im Islam zu verhalten.  Nun ja. Das mit dem Jihab (dem Tuch) kann ich ja noch etwas verstehen insbesondere wenn man Frauenstimmen dazu liest, die sagen, dass es für sie eine Art Schutz ist und dass ihr Körper niemanden anders etwas angeht. Und so wie ich das von meiner indonesischen Freundin Niha weiß, setzen die muslimischen Frauen das Kopftuch im familiären Bereich oder im Haus auch ab.
Es war auf jeden Fall sehr interessant. Die Muslims beten 5 Mal am Tag und ein Gebet dauert ca. 5 – 10 Minuten habe ich erfahren.

Den Nachmittag habe ich dann in einem Café verbracht um mich diesen Seiten zu widmen. Von Daniel erfuhr ich dann, dass er auch am Freitag nach Melaka kam, wir hatten ja schon gesagt, dass wir uns in Singapur wiedersehen, Melaka kam dann noch spontan dazwischen. Abends ging ich dann nochmal zu den unzähligen Streetfood-Ständen für mein Abendesse.

Und dann hieß es Goodbye:
Später kamen Rita und Ricky im Hostel vorbei um sich zu verabschieden. Wir waren jetzt fast zwei Wochen jeden Tag zusammen unterwegs und ich habe die beiden sehr ins Herz geschlossen. Dass ich gleich zu Beginn meiner Reise so wunderbare Menschen treffe die zu Freunden werden hätte ich nicht gedacht und bin sehr froh darüber. Ich habe auf jeden Fall vor, die beiden in China zu besuchen. Oder eben dann in Kanada. Oder beides.
Habt eine schöne und wunderbare Reise Ihr zwei und passt auf Euch auf.

Robert, es war sehr cool, Dich getroffen zu haben !! Ich wünsche Dir weiterhin eine tolle Zeit in Phuket und ich hoffe wir bleiben in Kontakt.

Um 22h wurde ich abgeholt und zum Busbahnhof Kamtor gefahren, das ist die zentrale Busstation in George Town.
Nun eigentlich sind die Busse ja sehr komfortabel in Malaysia – aber nicht , wenn man selbst gerade den Sitz im Bus hat, den man NICHT verstellen kann. Kurz. Ich war mega angepisst, der Bus war voll und ich konnte somit auch nicht wechseln. Ich war heilfroh, als die Busfahrt dann um 5:45h vorbei waren und wir in Melaka ankamen.
Es konnte ja nur besser werden. Um 6h machten dort die ersten Shops und Restaurants auf und zusammen mit 3 Schweizerinnen und einem Engländer holten wirs uns Tee und Kaffee und schlugen die Zeit tot, denn die Hostels machen immer erst so gegen 9h morgens auf.
Mal sehen, wie Melaka so ist.

When Chinese New Year shakes up your travel plans……

Today is my 6th day in Georgetown. I don’t mind at all because the city is nice and I’m lucky with my hostel but well, initially I planned to stay for around 4 days and to head to the North-East before going South to Singapore. But me – and probably a thousand of other backpackers too – underestimated the importance and the influence of the Chinese New Year celebrations here in Malaysia on the 7th and 8th of February.

As you might know there is quite a big Chinese community living in Malaysia, they represent around 24 % of the population.
From my travelbuddies Rita and Ricky, who live in China, I learned, that this is the only occasion for the Chinese to travel around across borders to gather with their family and friends as it is the only time of the year when they can enjoy a real vacation. Thus, the Chinese New year is as important for them as Christmas is for us. By understanding this you understand, that hostels are fully booked, that there aren’t any seats left in busses or trains and that the prices for fight rise up.
But well, you was not aware that the celebrations take more than 2 days and that also official and public institutions are closed. I thought that I could apply for my 60-Day-Tourist Visa at the Indonesian  Consular in Georgetown. But already when I was in the Cameron Highlands I realized that this was definitely not possible on February 8th as it was Chinese New Year, the beginning of the year of the monkey. So I thought it will be find when I go on February 9th – but now, the consular was still closed.
So well I extended my stay at ,y hostel for another two nights until Thursday, February 11th. And as I like to get to know another place I decided to go to Melaka in the South for 2 days before I will go to Singapore.

And don’t get me wrong: I was happy to live the experience of Chinese New Year celebration her in Malaysia but well I didn’t think that it were so exceptional circumstances.

So that is the great thing: You learn so many things by travelling, by exploring and discovering foreign cultures. These experiences are treasures.
These are experiences you will never learn at university or school. It’s all about journeys and an open mind. 

By the way: I can say now that I know Georgetown pretty well now 😉

So I note for myself:
– Never underestimate the will of travel of Chinese people around New Year
– I think there are as double as Chinese people than Malaysians here
– For Chinese New Year you have fireworks and especially firecrackers at day and night – also at 4 am beneath the window of your hostel-dorm

 

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GERMAN VERSION

Wenn das Chinesische Neujahrsfest Deine Reisepläne durcheinander wirft ….

Ich sitze nun noch immer in Georgetown in Penang. Seit letztem Freitag, dem 05.02., bin ich nun hier – das war eigentlich gar nicht so gedacht. Aber ich – und wahrscheinlich 1000 andere Backpacker ebenfalls – haben das Chinesische Neujahrsfest und das Einläuten des Jahres des Affen am 07. und 08.01.2016 und die daraus folgenden Konsequenzen total unterschätzt oder eben nicht für die Reiseplanung bedacht.
In Malaysia lebt eine besonders große Kommune an Chinesen, sie machen ca. 24% der Bevölkerung aus. Meine Travelbuddies Rita und Ricky – beide leben in China – haben uns eben auch erzählt, dass das Chinesische Neujahr für die Chinesen so wichtig ist wie für uns Weihnachten. Das heißt, die Chinesen haben in dieser Zeit lange Ferien und die meisten reisen, um Familie und Freunde zu besuchen. Nun aber dass dann wirklich zwei Tage alles komplett still steht, das war nicht so ganz ersichtlich. Und dass auch staatliche Institutionen geschlossen sind und vor allem für wie lange, war auch nicht so ganz
Bevor ich abgereist bin, dachte ich, ich könnte ich in Georgetown beim indonesischen Konsulat mein Visum beantragen (in KL wurde es mir ja verwehrt). Geplant hatte ich das am 08.02. Bereits in den Cameron Highlands dämmerte es mir dann, dass das wohl nichts wird da am 08.02. der chinesische Neujahrstag war. Dann bin ich mal am Dienstagmorgen, den 09.02., ganz früh zum Konsulat. Tja Pech, das hatte immer noch zu. Und dann nimmt die Visa-Bearbeitung ja auch noch Zeit von 1-2 Tagen in Anspruch. Nun ja ich habe mal vorsichtshalber in meinem Hostel verlängert und bin nun bis Donnerstagabend in Georgetown. Eigentlich wollte ich nach Nord-Osten, nach Kota Bahru aber da es dann mit meinem Flug von Singapur am 17.02. zu eng wird fahre ich nun am Donnerstagabend mit dem Nachtbus nach Melaka, bleibe dort bis Sonntag und fahre von dort aus nach Singapur.
Andere Backpacker wollten eigentlich weiter nach Langkawi aber sowohl die Busse als auch alle erschwinglichen Hostels sind voll. Also sucht man nach Alternativen…..

Nein, ich fand das Chinese New Year nicht blöd – im Gegenteil, es war total interessant, das so direkt mit zu erleben (Einzelheiten folgen in separaten Posts) aber nun ja, ist irgendwie suboptimal wenn man das unterschätzt hat.

Aber genau das ist es, was das Reisen so wunderbar macht: Man lernt so viel wenn man andere Länder, Kulturen und Traditionen entdeckt und offen ist für Neues. Diese Erfahrungen sind so wertvoll. Man lernt das weder an der Uni noch in der Schule. Reisen lehrt uns soviel mehr – soviel mehr Lernenswertes. 

Und: Georgetown kenne ich jetzt echt ganz gut 😉

Ich halte mal wieder fest:
– Unterschätze niemals die Reisewut der Chinesen zum Chinese New Year
– Gerade sind wahrscheinlich doppelt soviel Chinesen als Malaien hier unterwegs
– Feuerwerk gibt es nicht nur am Neujahrstag sondern jeden Tag und jede Nacht – auch morgens um 4h , unterhalb des Fensters Deines Hostels

Cameron Highlands: Amazing people, a great hike, hanging out at the bonfire and sleepless nights

01.02. – 05.02.2016

I write this post about the Cameron Highlands in English as I dedicate this to this bunch of happy awesome people I met here.  There is no need to write pages.
It’s simply all about the people .

I arrived on Monday by bus from KL and luckily I met Francesca, an Italian girl in the bus. So we exchanged our contacts and kept in touch. On Tuesday I met her and seven other people for a great jungle trail. We spent around two hours in the jungle before arriving on the top of Gunung Brinchang. Then we went the way down , we were passing a strawberry farm where we picked our own strawberries, had a break with strawberry juices and shakes. Then we passed the tea plantations: these views are awesome. Back to Brinchang we were lucky: a guy with a pick-up took us with him back to Tanah Rata. 9 people on a pick-up. But it was definitely better then to walk all this way after we already did 18 km this day.

The pictures speak for themselves:


We were all starving and headed to one of the Indian restaurants to recharge the batteries. Later I joined the others at their bonfire at De Native Guesthouse for a partying, sleepless night. So I exclude the hangover day and the rainy weather from the other days here because this was not that important.

Francesca, Rita, Ricky, Jonas, Daniel, Lea, Camille, Luke, Ema and Caroline I had an amazing time with you and I don’t want to imagine this week without you. And of course a special thanks goes to Krishnan from De Native Guesthouse, such a good person, a wonderful host and so  caring about his guests. I will consider the offer to volunteer at your place one day.  And Franky of course. I just wanna to say thank you.

And Charlotte and Stefan who joined me in my dorm in my guesthouse, it was so nice to meet you and to share dinner and good talks.

To sum it up: my week was awesome ! Great jungle trail, hanging out at the bonfire in the evenings, sharing Indian and Malaysian food, having beers and rhum & coke, two sleepless nights and loads of fun.
I’m happy to continue traveling to Penang with Rita, Ema and Ricky to celebrate Ricky’s birthday and Chinese New Year.

For all the others: Safe and happy travels, stay as you are and take care.
And as Jonas would say: You always meet twice in life – so hopefully I will see you again somewhere  in some time.
Irgendwie – Irgendwo – Irgendwann.
Sampai Jumpa ! Xx

Kuala Lumpur, Tag 3: Batu Caves, Pool Billard und Chinatown

31.01.2016

Für den Sonntag hatte ich mir mal vorgenommen, es mal langsamer angehen zu lassen und eigentlich nur zu den Batu Caves zu fahren. Beim Frühstück traf ich Paz und Martina, die beiden Mädels aus Argentinine. Wir sprachen über unsere Pläne für den Tag und es stellte sich heraus, dass die beiden ebenfalls zu den Batu Caves wollten. Da lag ja nichts näher als einen gemeinsamen Trip dorthin zu machen.
Es war etwas tricky zur richtigen Zugstation zu gelangen, denn so wirklich offensichtlich ausgeschildert war sie nicht. Der Zug fuhr um kurz nach 12h und war voll mit Indern und Hindus. Wahrscheinlich lag das auch noch an dem vergangenem Pongal-Fest und an der Tatsache , dass  Sonntag war und somit jeder Zeit hatte, um zum beten und für die Feierlichkeiten die Höhlen aufzusuchen.

Die Batu Caves (zusammengesetzt aus malaiisch batu ‚Stein‘ und englisch caves ‚Höhlen‘) sind Kalksteinhöhlen rund 15 Kilometer nördlich der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur und beherbergen mehrere Hindu-Tempel. Ein in der Nähe gelegenes Dorf trägt denselben Namen. Beide erhielten ihn vom Fluss Batu (´malaiisch Sungai Batu), der an dem kleinen Kalksteinmassiv vorbeifließt.
Obwohl die Höhlen den lokalen Stämmen schon seit langem bekannt waren, wurden sie erst im Jahre 1878 durch den Amerikaner William Hornaday berühmt. Die größte ist die 100 Meter hohe sogenannte Tempel- oder Kathedralenhöhle, in der später mehrere Hindu-Schreine errichtet wurden. 272 steile Treppenstufen führen vom Vorplatz hinauf zum Eingang dieser Haupthöhle. Ein wenig tiefer liegt die Dunkle Höhle, ein über zwei Kilometer ausgedehntes, relativ unberührtes Höhlensystem. Um die Fauna, darunter einzigartige Arten wie Gliederspinnen, zu bewahren, ist dieses nur mit Führungen zu besuchen. Zwei am Bergfuß gelegene Höhlen, die Kunstgalerie- und die Museums-Höhle, in denen zahlreiche Hindu-Statuen und Gemälde zu sehen sind, kann man wie die Haupthöhle frei besichtigen. Viele der Schreine erzählen die Geschichte vom Sieg des Gottes Murugan über den Dämon Soorapadam. Die 42,7 Meter hohe Statue Murugans auf dem Vorplatz wurde im Januar 2006 nach drei Jahren Bauzeit fertiggestellt.

Als wir ankamen strömten eine große Menschenmenge aus dem Zug. Es war echt voll an dem Tag. Als wir aus dem Bahnhof auf das Gelände traten kam uns erst einmal ein undefinierbarer Geruch von Weihrauch, Essen, Müll und ähnlichem entgegen – und der Geruch zieht sich auch so ziemlich über das gesamte Gelände. Überall waren Stände mit indischen Süßspeisen, Gerichten, Tee, Schmuck, Souvenirs und so weiter. Und es war sehr viel los. Wir entschieden uns dann uns durch die Menschenmengen zu der Haupthöhle durch zu schlagen.
Ich hatte an dem Tag vorsichtshalber eine lange Hose und ein die Schultern bedeckendes Shirt angezogen, da man sonst einen Sarong leihen muss.
Der Eingang der Höhle steht die Die 42,7 Meter hohe goldene Statue Murugans, die den Platz überblickt. Nach 272 Treppenstufen kamen wir oben und und schauten uns ein wenig die Höhle an. Es gibt wie oben beschrieben noch weiter Höhlen die zumeist aber Eintritt kosten, die Haupthöhle ist gratis und der Besuch hier ist definitiv ausreichend um einen Eindruck zu bekommen.


Wir fuhren dann gemeinsam wieder zurück und ich machte mich auf den Weg zum Hostel da ich noch ein Hostel in den Cameron Highlands buchen wollte und einfach noch etwas chillen wollte.

Später traf ich dann Danilo Esmail, ein netter Kerl aus dem Iran. Keine Ahnung wieso aber er hatte einen Post von mir auf Instagram gesehen, mir eine direkte Nachricht geschickt und dann haben wir uns einfach spontan verabredet. Er hatte früher bereits in KL studiert und kennt sich echt gut aus. Zusammen waren wir nochmal im botanischen Garten spazieren, beim Merdeka Square, Musik-Museum und später dann in Chinatown. Als es anfing zu regen machte er den Vorschlag, Billiard sielen zu gehen. Euh hm, ich bin darin echt nicht gut, und war etwas weniger motiviert: Aber : Ich habe einen Pool-Billard-Kurs von Esmail bekommen und dann hat es auch irgendwann Spaß gemacht weil ich wenigstens mal die Kugeln einlochen konnte .
In Chinatown waren wir dann noch Abendessen. ich nahm zur Abwechslung mal Nudeln mit Gemüse 😉 und eine frische Kokosnuss (die erste meines Trips), total gut. Wir waren zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort denn ein paar junge Chinesen führten in einer Art Hundekostüm eine akrobatische, halsbrecherische Choreographie aus, in Begleitung von Musik. Es war echt beeindruckend, die beiden sprangen simultan unter dem Kostüm von mannshohen Pfosten zum anderen – Runterfallen wäre echt schmerzhaft gewesen. Ans Publikum verteilten die beiden dann noch Orangen. Vermutlich war es eine Probe, denn bald – am 08.01.2016 – wird das chinesische Neujahr gefeiert. ich bin an dem Tag in Penang und freue mich schon darauf da alle Leute sagen, es wird groß gefeiert da es auch in Penang ein sehr große chinesische Community gibt.

Nach dem Essen musste ich unbedingt noch einen Pancake probieren. Den Stand hatte ich im Vorbeilaufen gesehen und Esmail einte ich solle das auf jeden Fall probieren. Dabei handelte es sich um zwei große Pancakes die dann aufeinander gelegt wurden, in der Mitte war entweder eine Creme mit Kokosnuss oder Kokosblütenzucker mit Erdnussbutter. Ich habe Erdnuss getestet und habe es bereut nicht gleich zwei genommen zu haben – oh my God, das Essen in Asien ist einfach der Hammer. Es ist einfach lecker und an sich überall durchprobieren.

Von Esmail verabschiedete ich ich dann, ich musst noch packen da ich am nächsten Tag weiter in die Cameron Highlands fuhr.

Am Montag packte ich dann meine zwei Rucksäcke und hatte das vorerst letzte mal Roti Canai zum Frühstück, checkte aus und machte mich auf den Weg nach TBS um dort meinen Bus zu nehmen.
Natürlich war ich viel zu früh dran aber besser so als zu spät.
Was lustig war: An der Station waren so gut wie nur Einheimische unterwegs und alle Westerner warteten alle am gleichen Gate zu den Cameron Highlands.
Der Bus kam auch pünktlich. Ich war positiv überrascht: die großen Malaysischen Reisebusse sind total komfortabel. Man hat breite Sitze die man bequem nach hinten legne kann ohne seinen Hintermann einzuengen und in einer Reihe sind somit immer 3 Plätze: Ein Duoplatz auf der rechten Seite und ein Platz auf der anderen Seite vom Gang. Ganz anders als in Europa.
Na dann mal sehen was die Cameron Highlands neben der frischen Lust noch zu bieten haben.

Let this adventure begin: Von Frankfurt / Main nach Kuala Lumpur, Malaysia

Ja und dann kam der 27.01. und somit mein Abflugdatum doch ganz schnell. So kam es mir jedenfalls vor. Und natürlich habe ich auch erst auf den letzten Drücker gepackt. Wie immer. Ich weiß nicht ob ich das vielleicht mal geplanter tun werde – wohl kaum und wahrscheinlich brauche ich den letzten Stress. Meine Adressetiketten für meine Luggage-Tags habe ich auch erst am Mittwochmorgen ausgedruckt.
Bevor ich geflogen bin, habe ich mich sehr gefreut noch einige Lieblingsmenschen zu sehen und Tschüss zu sagen. Aber bis zum Abflug habe ich immer noch realisiert was ich hier eigentlich gerade tue. Deswegen habe ich das Verabschieden auch nicht so wirklich als solches wahrgenommen.
Meine liebe Frieda konnte mir mit dem Tipp für die Keepassdroid-App noch die letzte Angst nehmen, dass jemand unbefugter weise auf meine Bankdaten zugreift. Liebsten Dank nochmals 🙂

Am 27.01. um 14:20h hatte ich meinen Flug. Meine Mum hatte sich sogar den ganzen Tag frei genommen um mich zum Flughafen zu bringen. Im Turtle-Style- ein Backpack hinten, der Rucksack vorne – ging’s zum Check-Inn. Himmel, 18,5 kg hat mein Rucksack auf die Waage gebracht. Ich bin überzeugt: Ich habe zu viel dabei. Aber da ich nicht weiß, wie lange ich unterwegs sein werde, habe ich mal eben für verschiedene Klima-Zonen gepackt. Aber meine Packing-Cubes haben mich gerettet, in denen  lässt sich so einiges unterbringen und komprimieren. Und sie sorgen für Ordnung im Backpack.
Dann kam mein Papa auch noch zum Flughafen, was mich sehr gefreut hat. Also haben wir noch zusammen einen Kaffee getrunken und um 13:10h hieß es dann Abschied nehmen. Aber meine lieben Ellies sehe ich im Mai in Indonesien wieder und ich kann nur sagen, dass ich mich schon total darauf vorfreue.

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Ich hatte natürlich meinen Rucksack vorschriftsmäßig gepackt und beim Security-Check alles Nötige -Laptop, Kameras, Handy und Flüssigkeiten – ausgepackt aber dies hilet dann den Mitarbeiter nicht davon ab, meinen Rucksack bis ins Detail zu kontrollieren, Sprengstoff-Untersuchung inklusive.
Und nein, das Gefühl das man dabei hat ist alles andere als entspannt (wobei es ja keinen Grund gibt).
Als der Check durch war, begann auch schon das Boarding. Ich bin dieses Mal mit SriLankan Airlines geflogen, kann ich auch uneingeschränkt empfehlen.
Der Flug von FFM nach Colombo hat über 9 Stunden gedauert. Dank Entertainment-Programm und dem vorbestellten Western Vegetarian Vegan Meal war das auszuhalten 😉
Folgende Filme habe ich gesehen (bei der Reihenfolge bin ich mir nicht mer so ganz sicher):

– The Best Exotic Marygold Hotel
– Chef
– Ricki and the Flash
und noch einen deutschen Film
– Im Sommer wohnt er unten

In Colombo hätte ich eigentlich um 06:30h Ortszeit meinen Anschluss nach Kuala Lumpur nehmen sollen aber der hatte dann 2 Stunden Verspätung… in manchen Flughäfen kann man ganz gut abhängen und sie sind angenehm (z.B. Doha) aber Colombo , naja.

Sicherheitskontrollen sind auch jeweils Landessache: In Colombo musst ich nicht mal die Flüssigkeiten und den Laptop rausnehmen.
Den Flug nach KL habe ich eh komplett verschlafen, bis aufs Frühstück habe ich nicht viel mitbekommen.

Die Einreise ging auch total easy, ich dachte eigentlich dass es etwas kompliziert werden könnte da ich kein Rückflugticket hatte aber niemand hat danach gefragt und nachdem ich meine beiden Zeigefingerabdrücke abgegebn hatte , bekam ich den Stempel in den Pass. Das Visa für 90 Tage für Malaysia ist übrigens gratis.

WELCOME TO ASIA

Pures Gefühl der Erleichterung: Meine Kreditkarte funktioniert einwandfrei und mein Backpack ist auch mitgekommen.
Wie bereits am Vortag eingeübt ging ich im Turtle-Style auf die Suche nach dem Busschalter um ins Zentrum zu fahren. Die Busfahrt dauerte ca. 1 Stunde. Dann wurde ich beim Bahnhof KL Sentral rausgelassen. Und dort sollte ich laut  Anweisungen der Dame am Flughafen den Fahrer fragem er würde mir weiterhelfen. Ja und dieser verwies mich an einen seiner Kollegen der nur mit der Hand auf einen Van deutete und meinte „Van, Van , I take you“. Denn mein Hostel war in Bukit Bintang und das war noch ein Stück.
Neben mir war noch ein anderer Fahrgast im Van, der wohl noch etwas zu erledigen hatte: Der erste Halt war eine Druckerei, wo Fahrgast Nummer 2 mit dem Fahrer ausstieg un nach einer Weile mit etlichen zusammengerollten Plakaten wiederkam. Diese werden dann alle im Bus verstaut. Der 2. Halt war dann mitten auf der Straße unweit einer Bushaltestelle wo Fahgast Nummer 2 die Plakate rausbrachte und sie dem dort stehenden Busfahrer übergab.
Halt 3 war dann inmitten auf einer Kreuzung wo Fahrgast Nummer 2 dann ausstieg.
Ich dachte mir nur die ganze Zeit: Na was auch passiert, ich werde schn irgendwie ankommen. Das war bis jetzt immer so.
Der Fahrer war auch so nett und hat mich direkt zu meinem Hostel gebracht. Ein Freund hatte mir das Doms KL empfohlen – und die Empfehlung kann ich nur weitergeben.
Dort checkte ich dann auch nur ein und ging dann auf die Jalan Alor um zu Abend zu essen und um Leute zu beobachten, das kann man dort sehr gut da in der Straße ein Food-Stall neben dem anderen ist und man auch eine echt große Auswahl an allem möglichen Essen hat.
Es fing dann an zu regnen, was ich ziemlich erfrischend fand denn in KL ist es echt warm, tagsüber bis zu 34°C und ziemlich schwül. Aber ich ziehe diese Temperaturen absolut dem europäische  Winter vor.
Ja und mit dem Regen kamen auch die Regenschirm-Verkäufer. In 5 Minuten kamen 3 bei mir vorbei. Aso, nicht zu vergessen die Selfie-Stickverkäufer und andere.

Im Hostel ging ich einfach nur noch schlafen, ich glaube ich muss den Schlafmangel und die daraus entstandene Müdigkeit nicht extra erwähnen.

Ich halte außerdem fest:
– Der Sicherheitsbeamte kann noch so nett lächeln und Witze über Deine Apfelchips machen, es ist trotzdem nicht lustig wenn er alles aus Deinem Rucksack nimmt und Dir dann auch noch sagt, dass er einen Routine-Check auf Sprengtsoff macht
– Deutsche Reisegruppen klatschen geschlossen bei der geglückten Landung

*Wer Rechtschreibfehler findet darf diese gerne behalten