Selamat pagi Indonesia – Hallo Bukit Lawang, Sumatra

Am 17.02. ging es endlich von Singapur nach Medan, Sumatra und somit endlich nach Indonesien. Ich gestehe: ich hatte meine Dosis von Großstädten, Verkehr und Sightseeing und freute mich auf den Dschungel, Natur und liebe Menschen.
Ich stresste mich natürlich wieder am Flughafen und hatte etwas Schiss, dass mein Handgepäck – das mit 10 kg das maximal zulässige Gewicht von 7 kg bei Jetstar übertraf – kontrolliert wurde. Mein Backpack ist mit 18 kg echt schwer aber irgendwie war es eben schwer einzuschätzen was ich so packen sollte wenn ich für unbestimmte Zeit erst mal  weg bin.  Aber ich gestehe: wenn mir auch nur ein Paar Socken kaputt geht freue ich mich, denn das heißt: aussortieren und etwas weniger Gewicht.
Meine Bedenken waren unbegründet, um mein Handgepäck hat sich niemand gekümmert, der Flug war außerdem nicht mal zur Hälfte voll.

In Medan angekommen zeigt ich dann bei der Immigrasi mein Visum vor, alles kein Problem. Dann holte ich mein Gepäck. Als ich damit zum Ausgang wollte, hielt mich dann noch eine Angestellte auf, die mein Luggage-Receipt sehen wollte. Tja blöderweise war der auf genau der Seit von meinem Boarding-Pass aufgeklebt, den das Personal am Flughafen in Singapur abreist. Sowas ist mir ja noch nie passiert, dass die kontrollieren, mit welchem Gepäck man geht. Ich konnte der Dame dann aber meinen Namen bestätigen und konnte somit zum Ausgang. Hier hieß es dann noch einmal das Gepäck auf einem Band durch den Security-Check laufen lassen. Dann wollte ich zum Augang und wurde schon wieder aufgehalten, diesmal von einem der Zollbeamten. Ich hatte nämlich die Zollkarte nicht ausgefüllt. Ja warum denn auch, ich habe ja nichts zu verzollen. Anscheinend muss man das aber trotzdem. Pffff. Also den Pass nochmal vorgezeigt, das war dann auch in Ordnung und ich konnte endlich gehen.

Am Flughafen von Medan empfing mich Dodi, der Mann von Janine zusammen mit Myriam, einer anderen deutschen, ebenfalls 31 und ebenfalls Solotravelerin – perfekt.

Die Entscheidung als erstes nach Sumatra zu fliegen und als erstes den Dschunel und Bukit Lawang zu erkunden kam durch den netten Austausch mit Janine. Ich hatte anfangs nur meinen Flug nach KL gebaucht und war mir absolut unsicher, wo ich in Indonesien starten sollte. Auf meiner Wunsch-Liste stehen so viele Orte und ich war hin- und hergerissen zwischen Kalimantan, Sulawesi und Sumatra als Ausgangspunkte. Mein ehemaliger Kollege Daniel hat mir dann, als ich ihm von meinen Reiseplänen durch und um Indonesien erzählt habe, von einer guten Freundin erzählt, die seit einiger Zeit in Bukit Lawang mit ihrem indonesischen Mann lebt und die gemeinsam eine Dschungel-Tour-Agentur haben. Er gab mir ihren Kontakt weiter und über facebook meldete ich mich dann einfach mal bei Janine. Sie schrieb mir auch sofort zurück und wir schrieben etliche Male hin- und her und ich hatte das Gefühl: ich muss nach Bukit Lawang und sie und ihre Familie und den Ort kennenlernen. So buchte ich dann kurzerhand den Flug von Singapur nach Medan. Und das war die richtige Entscheidung.

Vom Flughafen Medan nach Bukit Lawang war es ein ganz schönes Stück. Es war Zeit der Rush-Hour da alle gerade von der Arbeit nachhause kamen, es dauert bestimmt über eine Stunde bis wir aus Medan rauskamen. Aber ich fand es anfangs nicht so schlimm, ich sah die ganze Zeit aus dem Fenster und beobachtete das Treiben auf den Straßen und fand fas einfach total interessant. Es sah schon wieder so familiär aus. Indonesien eben. Irgendwie fremd aber doch so vertraut.

Es hatte die Tage vorher auch ziemlich viel geregnet was die Straßenverhältnisse nicht besser machte. Nun gegen 20:30h waren wir dann endlich da. Endlich. Gegen Ende zog es sich einfach total und wir waren 4,5 Stunden unterwegs.
Ich bin hier im  Wisma Bukit Lawang Indah, das Dodis Familie gehört. Endlich hatte ich wieder ein eigenes Zimmer. Das war unglaublich schön nach den 3 Wochen ins Dorms (ich habe absolut nichts dagegen aber es ist einfach schön, sich mal wieder ausbreiten zu können und mehr Privatsphäre zu haben). Die Zimmer sind groß und einfach, aber haben alles was man braucht. Somit wurde ich auch im Gebrauch des indonesischen bak mandi immer geübter 😉

Kurz darauf trafen Myriam, Dodi und ich uns im Restaurant. Dodi briefte uns für den kommenden Tag denn da ging es auf eine 2-tägige Tour durch den Dschungel. Start war 9h und insgesamt sollten wir 6 Leute sein.
Danach aßen Myriam und ich zusammen und gönnten uns unser erstes Bintang (Bintang ist das indonesische Bier, etwas anderes gibt es eigentlich gar nicht. Bintang heißt übersetzt übrigens Stern daher gibt es hier auch den Spruch „The more beer you drink, the more stars you see“ ). Es kamen auch immer mehr von den Locals dazu, einige hatten ihre Gitarre dabei und so saßen wir noch bis 1h zusammen , sangen und redeten. Eine rundum schöne Ankunft .

Mal wieder vom Reisen gelernt:
– bewahre immer den Lugagge-Receipt auf, es kann nicht schaden
– fülle in jedem Fall die Zollkarte in Flügen nach Indonesien aus,  auch wenn Du meinst es ist überflüssig

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