Kuala Lumpur, Tag 3: Batu Caves, Pool Billard und Chinatown

31.01.2016

Für den Sonntag hatte ich mir mal vorgenommen, es mal langsamer angehen zu lassen und eigentlich nur zu den Batu Caves zu fahren. Beim Frühstück traf ich Paz und Martina, die beiden Mädels aus Argentinine. Wir sprachen über unsere Pläne für den Tag und es stellte sich heraus, dass die beiden ebenfalls zu den Batu Caves wollten. Da lag ja nichts näher als einen gemeinsamen Trip dorthin zu machen.
Es war etwas tricky zur richtigen Zugstation zu gelangen, denn so wirklich offensichtlich ausgeschildert war sie nicht. Der Zug fuhr um kurz nach 12h und war voll mit Indern und Hindus. Wahrscheinlich lag das auch noch an dem vergangenem Pongal-Fest und an der Tatsache , dass  Sonntag war und somit jeder Zeit hatte, um zum beten und für die Feierlichkeiten die Höhlen aufzusuchen.

Die Batu Caves (zusammengesetzt aus malaiisch batu ‚Stein‘ und englisch caves ‚Höhlen‘) sind Kalksteinhöhlen rund 15 Kilometer nördlich der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur und beherbergen mehrere Hindu-Tempel. Ein in der Nähe gelegenes Dorf trägt denselben Namen. Beide erhielten ihn vom Fluss Batu (´malaiisch Sungai Batu), der an dem kleinen Kalksteinmassiv vorbeifließt.
Obwohl die Höhlen den lokalen Stämmen schon seit langem bekannt waren, wurden sie erst im Jahre 1878 durch den Amerikaner William Hornaday berühmt. Die größte ist die 100 Meter hohe sogenannte Tempel- oder Kathedralenhöhle, in der später mehrere Hindu-Schreine errichtet wurden. 272 steile Treppenstufen führen vom Vorplatz hinauf zum Eingang dieser Haupthöhle. Ein wenig tiefer liegt die Dunkle Höhle, ein über zwei Kilometer ausgedehntes, relativ unberührtes Höhlensystem. Um die Fauna, darunter einzigartige Arten wie Gliederspinnen, zu bewahren, ist dieses nur mit Führungen zu besuchen. Zwei am Bergfuß gelegene Höhlen, die Kunstgalerie- und die Museums-Höhle, in denen zahlreiche Hindu-Statuen und Gemälde zu sehen sind, kann man wie die Haupthöhle frei besichtigen. Viele der Schreine erzählen die Geschichte vom Sieg des Gottes Murugan über den Dämon Soorapadam. Die 42,7 Meter hohe Statue Murugans auf dem Vorplatz wurde im Januar 2006 nach drei Jahren Bauzeit fertiggestellt.

Als wir ankamen strömten eine große Menschenmenge aus dem Zug. Es war echt voll an dem Tag. Als wir aus dem Bahnhof auf das Gelände traten kam uns erst einmal ein undefinierbarer Geruch von Weihrauch, Essen, Müll und ähnlichem entgegen – und der Geruch zieht sich auch so ziemlich über das gesamte Gelände. Überall waren Stände mit indischen Süßspeisen, Gerichten, Tee, Schmuck, Souvenirs und so weiter. Und es war sehr viel los. Wir entschieden uns dann uns durch die Menschenmengen zu der Haupthöhle durch zu schlagen.
Ich hatte an dem Tag vorsichtshalber eine lange Hose und ein die Schultern bedeckendes Shirt angezogen, da man sonst einen Sarong leihen muss.
Der Eingang der Höhle steht die Die 42,7 Meter hohe goldene Statue Murugans, die den Platz überblickt. Nach 272 Treppenstufen kamen wir oben und und schauten uns ein wenig die Höhle an. Es gibt wie oben beschrieben noch weiter Höhlen die zumeist aber Eintritt kosten, die Haupthöhle ist gratis und der Besuch hier ist definitiv ausreichend um einen Eindruck zu bekommen.


Wir fuhren dann gemeinsam wieder zurück und ich machte mich auf den Weg zum Hostel da ich noch ein Hostel in den Cameron Highlands buchen wollte und einfach noch etwas chillen wollte.

Später traf ich dann Danilo Esmail, ein netter Kerl aus dem Iran. Keine Ahnung wieso aber er hatte einen Post von mir auf Instagram gesehen, mir eine direkte Nachricht geschickt und dann haben wir uns einfach spontan verabredet. Er hatte früher bereits in KL studiert und kennt sich echt gut aus. Zusammen waren wir nochmal im botanischen Garten spazieren, beim Merdeka Square, Musik-Museum und später dann in Chinatown. Als es anfing zu regen machte er den Vorschlag, Billiard sielen zu gehen. Euh hm, ich bin darin echt nicht gut, und war etwas weniger motiviert: Aber : Ich habe einen Pool-Billard-Kurs von Esmail bekommen und dann hat es auch irgendwann Spaß gemacht weil ich wenigstens mal die Kugeln einlochen konnte .
In Chinatown waren wir dann noch Abendessen. ich nahm zur Abwechslung mal Nudeln mit Gemüse 😉 und eine frische Kokosnuss (die erste meines Trips), total gut. Wir waren zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort denn ein paar junge Chinesen führten in einer Art Hundekostüm eine akrobatische, halsbrecherische Choreographie aus, in Begleitung von Musik. Es war echt beeindruckend, die beiden sprangen simultan unter dem Kostüm von mannshohen Pfosten zum anderen – Runterfallen wäre echt schmerzhaft gewesen. Ans Publikum verteilten die beiden dann noch Orangen. Vermutlich war es eine Probe, denn bald – am 08.01.2016 – wird das chinesische Neujahr gefeiert. ich bin an dem Tag in Penang und freue mich schon darauf da alle Leute sagen, es wird groß gefeiert da es auch in Penang ein sehr große chinesische Community gibt.

Nach dem Essen musste ich unbedingt noch einen Pancake probieren. Den Stand hatte ich im Vorbeilaufen gesehen und Esmail einte ich solle das auf jeden Fall probieren. Dabei handelte es sich um zwei große Pancakes die dann aufeinander gelegt wurden, in der Mitte war entweder eine Creme mit Kokosnuss oder Kokosblütenzucker mit Erdnussbutter. Ich habe Erdnuss getestet und habe es bereut nicht gleich zwei genommen zu haben – oh my God, das Essen in Asien ist einfach der Hammer. Es ist einfach lecker und an sich überall durchprobieren.

Von Esmail verabschiedete ich ich dann, ich musst noch packen da ich am nächsten Tag weiter in die Cameron Highlands fuhr.

Am Montag packte ich dann meine zwei Rucksäcke und hatte das vorerst letzte mal Roti Canai zum Frühstück, checkte aus und machte mich auf den Weg nach TBS um dort meinen Bus zu nehmen.
Natürlich war ich viel zu früh dran aber besser so als zu spät.
Was lustig war: An der Station waren so gut wie nur Einheimische unterwegs und alle Westerner warteten alle am gleichen Gate zu den Cameron Highlands.
Der Bus kam auch pünktlich. Ich war positiv überrascht: die großen Malaysischen Reisebusse sind total komfortabel. Man hat breite Sitze die man bequem nach hinten legne kann ohne seinen Hintermann einzuengen und in einer Reihe sind somit immer 3 Plätze: Ein Duoplatz auf der rechten Seite und ein Platz auf der anderen Seite vom Gang. Ganz anders als in Europa.
Na dann mal sehen was die Cameron Highlands neben der frischen Lust noch zu bieten haben.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s