Kuala Lumpur, Tag 1

29.01.2016

Kuala Lumpur ist Malaysias Hauptstadt, übersetzt heißt es übrigens „schlammige Flussmündung“. Die Stadt bedeckt eine Fläche von 243,65 km² und hat 1.588.750 Einwohner (Stand 2010), womit sie vor dem zur Metropolregion Kuala Lumpur gehörenden Subang Jaya größte Stadt Malaysias ist.
Die städtische Bevölkerung besteht zu 52 % aus Chinesen, 39 % Malaien und 6 % Indern. Hinzu kommen Araber, Sri Lanker, Europäer, Indonesier und Philippiner.
Da hier soviele Kulturen und religionen aufeinander treffen sieht man hier auch viele verschiedene Gotteshäuser: Moscheen, christliche Kirchtürme, chinesische Pagoden und indische Tempel. Und ich denke genau dieses multikulturelle Mischung macht die Stadt so interessant.

In meinem Hostel gab es einfaches Frühstück. Entweder Toast mit Butter und einem Brotaufstrich dessen Name ich bereits vergessen habe oder Roti Canai mit Dahl. Ich habe den Roti gekostet: Das ist ein indischer Teigfladen  der mit einer Soße aus Linsen und Gewürzen serviert wird. Gegessen wird er mit der Hand. Und es ist wohl ein typisch malaysisches Frühstück.
Ich bin am Freitag nach dem Frühstück erst einmal zur indonesische Botschaft gelaufen da ich mein Touristen-Visum für 60 Tage beantragen wollte. Nun daraus wurde nichts: Die Dame am Empfang erkläret mir, dass die indonesische Botschaft in KL dieses Visum nicht ausstellt. Tja, auch auf meinen Einwand, dass ich im Vorfeld bei der deutschen Botschaft in Frankfurt nachgefragt hatte und andere Informationen hatte, beeindruckten sie mal absolut nicht sondern sie meinte nur : Wir sind hier aber die indonesische Botschaft in Kuala Lumpur. Gut, ich bin gegangen und war leicht genervt. Aber ich werde es in Georgetown beim indonesischen  Konsulat versuchen und wenn es da auch nicht klappt in Singapur. Es gibt also Plan B und Plan C.

Also habe ich mich dann auf den Weg zu den Must Sees von KL gemacht. Als Fußhänger ist es nicht ganz so einfach: richtige Fußgängerübergange gibt es nicht wirklich und wenn haben sie echt hohe Bordsteine und sehr oft läuft man am Rand von Schnellstraßen entlang.
Ich bin zuerst ein wenig durch Chinatown gelaufen, dann Richtung Central Market. Das ist eine überdachte Markthalle – natürlich klimatisiert – in der man alles erdenkliche Malaysische Handwerk, lokale Nahrungsmittel und die üblichen Souvenirs kaufen kann.
Vorbei am Textile Museum und an der Kuala Lumpur City Gallery bin ich zum Merdeka Square gelaufen. Der malaysische Name ist Dataran Merdeka,  der Unabhängigkeitsplatz. Hier stehen ein 100 m hoher Fahnenmast, an dem am 31. August 1957 um Mitternacht das erste Mal die Malaysische Flagge gehisst wurde. Daneben noch ein englischer, viktorianischem Jugendstilbrunnen und am Rand des Platzes befindet sich das Sultan Abbdul Samand Gebäude von 1897 mit einem 41 m hohem Glockenturm, der auch Big Ben genannt wird. Der Platz ist auf jeden Fall sehenswert und bietet neben dem ganzen Verkehr etwas Erholung.

Da es bereits nachmittags war und es mein erster Tag in der Hitze war, beschloss ich mich auf den Weg zum Botanischen Garten zu machen. Dieser ist umfasst zudem auch noch einen Deer Garden 8dort kann man dann Rehe sehen und Eichhörnchen), einen Bambus-Garten, einen Orchideen- und Hibiskus-Garten und vieles mehr.  Zudem befindet sich dort auch der Bird-Park, mit dem weltweit größten Freifluggehege. Bis auf den Bird-Park ist alles gratis und der Garten bietet Erholung und ach etwas Abkühlung. Und man ist abseits vom ganzen verkehr. Der ist nämlich schon ziemlich crazy in KL. Und überall wird gebaut, vor allem Hochhäuser, wovon es schon zahlreiche gibt.

Auf dem Rückweg bin ich an der National-Moschee , der Masjid Negara, vorbeigekommen. Leider war gerade Gebetszeit und die Moschee ist dann leider für nicht muslimsche Touristen geschlossen. Die Moschee ist sehr modern, das Gebäude total riesig, das Dach ist fächerförmig in der Moschee ist Platz für 15.000 Menschen.


Von dort aus bin ich zu einer weiteren Moschee gelaufen, die unweit vom Merdeka Square liegt: die Masjid Jamek. Tja und genau dann fing es an wie aus Eimern zu schütten. Glückicherweise war ich in der Nähe des Bahnstation.
Da der regen einfach nicht aufhörte habe ich dann meinen Plan des Moscheebesuchs verworfen. Es war mittlerweile auch schon 17h und ich total müde, vom Jetlag und vom Laufen.  Und von der Hitze.
Um mir noch weiteres Laufen zu sparen, nahm ich die Overground-Bahn, RapidKL. Naja wer mich kennt weiß, dass ich und mein Orientierungssinn nicht so ganz die besten Freunde sind. Er hat mich schon morgens im Stich gelassen als ich trotz Stadtplan und ausgedruckter Google-Maps Route den falschen Weg zur indonesischen Botschaft eingeschlagen.
Also bin ich erst mal in die falsche Richtung gefahren um dann an einer weiteren Staion falsch umzusteigen – ich bin einfach wieder zurück gefahren was ich gar nicht vor hatte. Nun ja. Mittlerweile habe ich die RapidKL oft genommen und kenne mich nun aus. Für den nächsten KL Trip mache ich mir also keine Sorgen.
Aber wie sagt man so schön: Umwege erweitern die Ortskenntnis.

Im Hostel bin ich heil angekommen. In meinem Zimmer habe ich Paz und Martina getroffen, zwei sehr nette Mädels aus Argentinien. Mit den zwei saß ich noch etwas zusammen. Aber ich bin von meinem Tag so müde gewesen, dass ich dann gegen 23h auch nicht mehr konnte, duschen, meine Blasen an den Füßen versorgt (langsam weiß ich nicht welche Schuhe ich anziehen soll) und ab ins Bett.

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